ZUG: Zwischenlagerung der Boote ist rechtens

Für die Zuger Messe werden jeweils während rund zwei Monaten die Boote auf der Schilfmattwiese zwischengelagert. Dafür ist keine Baubewilligung nötig, wie das Bundesgericht nun bestätigt.

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Während der Zuger Messe werden auf der Schilfmattwiese jeweils Boote zwischengelagert (links im Bild). (Bild: Google Maps)

Während der Zuger Messe werden auf der Schilfmattwiese jeweils Boote zwischengelagert (links im Bild). (Bild: Google Maps)

Wegen der Zuger Messe werden jeweils für eine Dauer von rund zwei Monaten Boote auf der Schilfmattwiese zwischengelagert. Gegen diese Zwischenlagerung setzten sich Anwohner zur Wehr. Sie wiesen darauf hin, dass die Lagerung die Wohnqualität auf ihrem Grundstück schmälern würde, ökologisch bedenklich und eine ästhetische Beeinträchtigung sei. Das alles verlange nach einem ordentlichen Baubewilligungsverfahren.

Das Baudepartement erklärte daraufhin, die vorübergehende Nutzung der Schilfmattwiese rechtfertige kein Baubewilligungsverfahren. Das hat das oberste Gericht nun bestätigt, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt Zug vom Donnerstag. Das Bundesgericht hält fest, dass Kleinvorhaben, wie kurzzeitig aufgestellte Zelte oder Wohnwagen oder im vorliegenden Fall die Boote, grundsätzlich keine Bewilligung bräuchten. Wesentlich für die Frage, ob ein Kleinbau der Bewilligungspflicht unterstehe oder nicht, seien insbesondere die Art und die Empfindlichkeit der Umgebung, in welcher das Vorhaben realisiert werden solle. Das Bundesgericht verneinte auch die geltend gemachten Beeinträchtigungen.

Stadtrat André Wicki und Vorsteher des Baudepartements ist zufrieden mit dem Entscheid: «Ich bin erleichtert, dass das Bundesgericht den klärenden Entscheid rechtzeitig vor den Vorbereitungsarbeiten für die diesjährige Zuger Messe getroffen hat». Zudem sieht er sich darin bestätigt, dass Ermessenspielräume zu nutzen und der gesunde Menschenverstand zu gebrauchen sei.

pd/zim