ZUG/BERN: Heinz Tännler nimmt sich aus Bundesratsrennen

Der Zuger Landammann und Regierungsrat Heinz Tännler (SVP) will nicht Bundesrat werden. Er hat seine Partei informiert, dass er als Kandidat bei den Bundesratswahlen vom 9. Dezember nicht zur Verfügung stehen wird.

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Heinz Tännler steht nicht mehr als Bundesratskandidat zur Verfügung. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Heinz Tännler steht nicht mehr als Bundesratskandidat zur Verfügung. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Wie gestern bekannt wurde, will der Zuger Landammann und Baudirektor nicht mehr für den Bundesrat kandidieren. In einer Mail informierte Thomas Aeschi, Präsident der SVP Kanton Zug, darüber, dass Heinz Tännler «als Bundesratskandidat bei den Bundesratswahlen vom 9. Dezember 2015 nicht mehr zur Verfügung steht.» Nachgefragt bei Tännler über die Gründe für diesen Schritt, erklärt der Zuger Landammann: «Jeden Tag kursieren neue Namen und Listen von Kandidaten in den Medien. Ich möchte dieses Vabanque-Spiel um den Bundesratssitz nicht mehr mitmachen und habe dies auch nicht nötig.» Er müsse sich auf seine Arbeit konzentrieren.

Dass Tännlers Verzicht etwas mit den momentanen Korruptionswürfen rund um den Weltfussballverband Fifa zu tun haben könnte, bei der er von 2004 bis 2006 als Chefjurist arbeitete, weist der Zuger SVP-Regierungsrat vehement von sich. «Mit der Fifa hat diese Entscheidung überhaupt nichts zu tun», so der 54-Jährige. «Ich habe eine absolute weisse Weste in Sachen Fifa», so Tännler. Schliesslich habe er über keinerlei Zeichnungsberechtigung verfügt und keine Ahnung gehabt, was da alles gelaufen sei. «Hätte ich es gewusst, hätte ich es nicht zugelassen.» Tännler: «Es grenzt langsam an Rufschädigung, immer wieder in dieser Sache mit der Fifa in Verbindung gebracht zu werden.»

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shä/pd/sda