ZUG/BERN: Spesenantrag von SVP-Nationalrat Thomas Aeschi wird untersucht

Ein Spesenantrag für über 1000 Franken sorgt bei den Parlamentsdiensten in Bern für Verwirrung. Beim Antragssteller handelt es sich um Zuger SVP-Nationalrat Thomas Aeschi.

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Der Zuger SVP-Nationalrat Thomas Aeschi. (Bild: KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Der Zuger SVP-Nationalrat Thomas Aeschi. (Bild: KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Im Namen von SVP-Nationalrat Thomas Aeschi wurden beim Bund ungerechtfertigte Gelder für eine Auslandsreise beantragt, berichtet die «Sonntagszeitung».

Die Parlamentarier können jeweils pro Tag 395 Franken Vergütung beantragen, wenn sie offiziell und auf eigene Rechnung ins Ausland reisen. Sie müssen dafür ein Formular bei den Parlamentsdiensten einreichen. Vergangene Woche ist ein solcher Zettel eingereicht worden. Der Absender Thomas Aeschi war im September zusammen mit Christa Markwalder (FDP) nach Georgien gereist. Er wurde jedoch vom Gastland eingeladen. Trotzdem landete ein Spesenzettel für knapp 1200 Franken bei der Verwaltung in Bern.

Auf Anfrage von der «Sonntagszeitung» beteuert Aeschi, dass er das Formular nicht ausgefüllt habe. Ihm sei der Zettel am 1. Dezember in Bern zur Unterzeichnung vorgelegt worden. Auf dem Zettel sei zu diesem Zeitpunkt der Betrag bereits durchgestrichen gewesen. Wer die Geldanforderungen eingefüllt habe, wisse Aeschi nicht. Er habe beim Parlamentsdienst die entsprechenden Abklärungen angestossen.

Der Generalsekretär der Abteilung sagte gegenüber der «Sonntagszeitung», dass sein Amt generell die Umstände bei jeder Unstimmigkeit untersuche. Auch in diesem Fall.

zfo