Stadt Zug
In der «Taube» kann ab Oktober auch übernachtet werden

Feriengefühle in der Zuger Altstadt: Das La Colombe Boutique Hotel bietet kulinarische Meisterleistungen, atemberaubende Aussichten und heimelige Gefühle mit einer eleganten Einrichtung.

Caila Schilling
Drucken
Das La Colombe Boutique Hotel von aussen.

Das La Colombe Boutique Hotel von aussen.

Bild: Jeronimo Vilaplana/PD

Es ist ein frischer Spätsommermorgen und in der Zuger Altstadt herrscht eine entspannte Stimmung. Sanft gleitet ein Ruderboot über den ruhigen Zugersee und die ersten Sonnenstrahlen beleuchten die Rigi. Inmitten dieser Idylle liegt das neue La Colombe Boutique Hotel.

Das Hotel in der Zuger Altstadt kann ab dem 1. Oktober endlich seine Türen öffnen und zum ersten Mal Gäste empfangen. Das Pächterpaar Aline Sigrist und Giovanni Melis hat bereits vor einem Jahr das zum Hotel angegliederte Restaurant zur Taube eröffnet.

Acht Apartments und ein Penthouse

Das Boutique Hotel umfasst acht Apartments, welche jeweils mit Wohnraum, Schlafzimmer, Bad, Küche und Balkon ausgestattet sind. Die Apartments können je nach Stadt- oder Seesicht ab 400 bis 500 Franken pro Nacht und das zusätzliche Penthouse, welches sich über drei Etagen erstreckt, ab 800 Franken pro Nacht gebucht werden. Der hoteleigene Fitnessraum mit Seesicht kann von allen Gästen frei genutzt werden.

«Wir wollen den mediterranen Stil nach Zug bringen»,

so Giovanni Melis aus Sardinien. «Es soll ein gewisses Feriengefühl vermittelt werden, welches mir persönlich in Zug immer sehr gefehlt hat», ergänzt die Steinhauserin Aline Sigrist.

Originalstrukturen geben Charakter

Das Pächterduo hat sich bei der gesamten Einrichtung am gebäudeeigenen Charme orientiert. Bei der zweijährigen Restauration des Gebäudes mit Mauern aus dem 13. Jahrhundert wurden viele Originaleigenschaften wie alte Holzbalken oder ein Kachelofen beibehalten. Kombiniert mit der Inneneinrichtung in Weiss und Grau soll das Flair von Neu und Alt rübergebracht werden.

Ein Apartment mit Stadtsicht.

Ein Apartment mit Stadtsicht.

Bild: Jeronimo Vilaplana/PD

Sigrist beschreibt die Räume des Hotels als «dezent und elegant, aber trotzdem zurückhaltend und nicht aufdringlich». Die Innenarchitektur erfolgte in Zusammenarbeit mit Annex Home aus Zug. «Ich hatte eine Grundidee und als wir Magi von Annex Home kennen lernten, entwickelte sich jene weiter und es ergab sich eine schöne Zusammenarbeit», so die Steinhauserin.

Ein Zimmer mit Seesicht.

Ein Zimmer mit Seesicht.

Bild: Jeronimo Vilaplana/PD

In den Räumlichkeiten des Hotels sowie des Restaurants zieren Fotografien von Alberto Venzago die Wände, welche dieser speziell für das Hotel erstellte. Je nach Raum sind auf den Bildern Tauben, die Zuger Altstadt oder der Zugersee zu sehen. Für Sigrist und Melis spielt Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Von den Bio-Produkten in der Küche bis zu den Pflegeprodukten in den Bädern wurde dies sorgfältig beibehalten.

Der Traum vom eigenen Hotel

Das Pächterpaar: Giovanni Melis und Aline Sigrist.

Das Pächterpaar: Giovanni Melis und Aline Sigrist.

Bild: Samira Haas/PD

Giovanni Melis war nach seiner eigenen Aussage «schon immer Koch». Er war unter anderem Privatkoch von Dolce & Gabbana und kochte für die italienische Nationalmannschaft. Er lebt seit 2014 in der Schweiz und hat bereits Restaurants in Zürich und St.Moritz geführt.

Aline Sigrist studierte Hospitality Management an der Schweizerischen Hotelfachschule in Luzern. Sie war in den vergangenen Jahren als Customer Relations und Event Managerin für die internationale Kundschaft eines Grosskonzerns in Zug tätig. Ihr Traum war es, eines Tages ein kleines Hotel in Südfrankreich zu eröffnen. Lachend erzählt sie:

«Verschiedene Visionen haben sich getroffen und nun führe ich ein Hotel in der Zuger Altstadt direkt am See.»

Die beiden beschreiben es als einen Glücksfall, dass sie vor zwei Jahren erfuhren, es würden neue Pächter für das Restaurant zur Taube gesucht. Zunächst sind die beiden bloss von einem Restaurant ausgegangen. Melis erzählt: «Wir dachten uns, wieso nicht gleich das Ganze übernehmen und ein Boutique Hotel daraus machen?»

Ausstehende Bewilligungen

Der Start wurde jedoch verzögert: Im Restaurant konnten ab Oktober 2021 Gäste bewirtet werden, doch die Eröffnung des Hotels musste aufgrund von Einsprachen zuwarten. Das Paar ist auch heute noch in seiner gewünschten Umsetzung limitiert, denn die Bewilligung für längere Öffnungszeiten als 22 Uhr auf der Restaurantterrasse ist weiterhin hängig.

Innenbereich des Restaurants zur Taube.

Innenbereich des Restaurants zur Taube.

Bild: Jeronimo Vilaplana/PD

Zudem dürfen die Gäste im Aussenbereich nur von April bis September bewirtet werden. Während der restlichen Monate darf nur im Innenbereich des Restaurants serviert werden, da auch hierfür die Bewilligung ausstehend ist.