Zuger Anstieg an Coronafällen scheint Ausreisser zu sein

Der sprunghafte Anstieg der Covid-19-Erkrankungen um elf Personen am Wochenende ist auf Einzelfälle zurückzuführen. Bezüglich Maskenpflicht will der Kanton Zug weiter zuwarten – auch weil die Läden keine Ansteckungsherde zu sein scheinen.

Zoe Gwerder
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Am vergangenen Wochenende hat es im Kanton Zug eine auffällig hohe Zahl an neuen Meldungen von Covid-19-Erkrankungen gegeben. So wurden von Freitag bis Sonntag elf neue Fälle gezählt. Gemäss der Gesundheitsdirektion des Kantons Zug handelt es sich hierbei nicht um einen neuen Cluster, sondern um Einzelfälle, wie der wissenschaftliche Mitarbeiter Aurel Köpfli sagt. «Der Anstieg war wirklich sehr auffällig. Zum Glück hat sich die Lage wieder beruhigt.»

Ferienrückkehrer machen die meisten Fälle aus

Gemäss Köpfli konnten rund zwei Drittel der Ansteckungen zurückverfolgt werden. «Ein Grossteil der positiv getesteten Personen haben sich in den Ferien im Ausland angesteckt.» Dies passiere jedoch nicht nur in Ländern, die auf der BAG-Liste der Risikoländer des BAG stünden. «Die Feriensituation ist oft mit mehr Kontakten verbunden», so Köpfli. Im Kanton Zug befinden sich derzeit insgesamt drei an Covid-19 erkrankte Personen im Spital, eine von ihnen auf der Intensivstation. Wie Köpfli erklärt, sind es derzeit noch immer hauptsächlich Personen unter 40 Jahren die sich infizieren.

Maskenpflicht noch nicht nötig

Zusätzliche Massnahmen würden zwar derzeit täglich diskutiert. Gemeinsam mit der Zentralschweizer Gesundheitsdirektorenkonferenz habe man sich jedoch darauf geeinigt, dass derzeit noch keine Maskenpflicht in Läden ausgesprochen wird. «Zum einen sind die Zahlen bisher noch nicht so hoch und zum andern gibt es derzeit auch keine Hinweise, auf eine vermehrte Ansteckung in den Geschäften», erklärt Köpfli.