Zuger Attentat soll nicht in Vergessenheit geraten

Im Kanton Zug wird auch in den nächsten fünf Jahren jeweils am Jahrestag an die Opfer des Attentats vom 27. September 2001 im Zuger Kantonsratssaal erinnert. Geplant sind schlichte Gedenkanlässe.

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Blumen erinnern am Jahrestag an das Attentat im Regierungsgebäude. (Archivbild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Blumen erinnern am Jahrestag an das Attentat im Regierungsgebäude. (Archivbild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Mit der Weiterführung der Gedenkanlässe soll auch 10 Jahre nach dem Attentat der Erinnerung an die Opfer und der Ablehnung gegenüber Gewalt Ausdruck gegeben werden, wie es in der Mitteilung vom Montag heisst. Der Regierungsrat habe sich dabei vom Grundgedanken leiten lassen, dass ein öffentliches Zeichen und ein gemeinsamer Raum der Erinnerung wichtig seien.

So soll in den nächsten fünf Jahren jeweils am Jahrestag des Attentats ein schlichter ökumenischer Gedenkanlass stattfinden. Zudem sollen alle Kirchenglocken im Kanton läuten, die Gräber der Verstorbenen sowie die Gedenkstätte «Einschnitt» mit Blumen versehen werden. Die Zuger Fahne auf dem Regierungsgebäude wird jeweils auf Halbmast gesetzt.

Mahnmal gegen Gewalt

Der moralische Wert dieser Andenken liegt gemäss Regierungsrat darin, «dem Bedürfnis nach kollektiver Verarbeitung der Trauer einen Platz in der Öffentlichkeit einzuräumen». Dies sei ein bewusstes Zeichen der Würdigung und Ehrerbietung gegenüber Opfern und Betroffenen.

Ein öffentliches Andenken sei auch geboten, weil das Attentat ein direkter Angriff auf den Staat und seine Repräsentanten gewesen sei. Für spätere Generationen solle das Bekenntnis auch Mahnung sein, dass die Gemeinschaft im Allgemeinen und der Staat im Besonderen Gewalt nicht tolerierten.

Beim Attentat im Zuger Kantonsratssaal waren am 27. September 2001 14 Regierungs- und Parlamentsmitglieder getötet und 15 Personen teils schwer verletzt worden.

sda