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Zuger Baubranche trifft sich zum Dialog

Ist der Kanton ein Opfer seines Erfolgs? Wie kann weiter kostengünstiges Wohnen gefördert werden? Diese Fragen wurden gestern beim Jubiläumsanlass der Gruppe Zuger Generalunternehmer diskutiert.
Vertraten gestern die Mitgliederfirmen der Gruppe Zuger Generalunternehmer (GZGU): Nick Staub von der Aula AG, Martin Lenz Senior von der Martin Lenz AG, Beat Stocker von der Alfred Müller AG und Philipp Peikert von der p-4 AG (v. l.). (Bild: Daniel Frischherz (Zug, 26. Juni 2018))

Vertraten gestern die Mitgliederfirmen der Gruppe Zuger Generalunternehmer (GZGU): Nick Staub von der Aula AG, Martin Lenz Senior von der Martin Lenz AG, Beat Stocker von der Alfred Müller AG und Philipp Peikert von der p-4 AG (v. l.). (Bild: Daniel Frischherz (Zug, 26. Juni 2018))

Im Legends Club der Bossard Arena in Zug fand sich gestern das «Who is who» der lokalen Baubranche ein. Doch nicht nur: Am Jubiläumsanlass «30 Jahre GZGU» der Gruppe Zuger Generalunternehmer (GZGU) trafen sich auch Investoren sowie Entscheidungsträger aus Politik, Verwaltung und der gesamten Zuger Wirtschaft. Die Gruppe Zuger Generalunternehmer ist ein lockerer Zusammenschluss – also ohne Rechtsform – der vier Zuger Generalunternehmen Alfred Müller AG, Aula AG, der Martin Lenz AG und der p-4 AG. Die GZGU wurde 1987 als Massnahme gegen die «Stadt-Land-Initiative gegen die Bodenspekulation» (1988 abgelehnt) ins Leben gerufen. Sie beobachtet laut eigenen Angaben die Entwicklung in den Bereichen Bau und Immobilien und wird aktiv, «wenn sich ein gemeinsames Vorgehen als sinnvoll und zielführend erweist».

Zurück zum gestrigen Jubiläumsanlass: In seinem Impulsreferat blickte zuerst Martin Neff, Chefökonom von Raiffeisen, auf die letzten 30 Jahre in der Baubranche zurück und zeigte dabei auf, dass heute deutlich weniger Personen in der Branche arbeiten als noch Ende der 80er-Jahre. Eine Erklärung dafür: Die Produktivität der ganzen Branche ist stark angestiegen. Neff wies weiter darauf hin, dass es – obschon oft so wahrgenommen – nicht so sei, dass die Schweizer Baubranche nur von einigen grossen Unternehmen dominiert werde. Mit den vielen kleineren Betrieben sei sie vielmehr mannigfaltig.

Ziemliche Herausforderung kommt auf Zug zu

Auch zu einem Kernthema der Zuger Baupolitik äusserte sich der Ökonom: dem Wachstum. Zug war laut Zahlen des Bundes letztes Jahr Wachstums-Schweizer-Meister; in keinem Kanton ist die Bevölkerung 2017 stärker gewachsen als hier. Es brauche Wachstum, so Neff. Doch: «Qualitatives Wachstum ist wichtiger als quantitatives.» Man sollte also nicht einfach immer mehr Leute in den Kanton holen und viel bauen, sondern darauf achten, dass dieses Wachstum nachhaltig sei und auch die Lebensqualität der hier lebenden Personen erhöht werden könne.

In der nachfolgenden Diskussion war man sich auf allen Seiten einig: Es kommt eine ziemliche Herausforderung auf den Kanton zu. Zusammen mit Martin Neff diskutierten, als Vertreter der GZGU, Beat Stocker sowie Kantonsplaner René Hutter und Heini Schmid, Kantonsrat und Präsident der Kommission Raumplanung und Umwelt. Zur Sprache kamen aktuelle Themen wie kostengünstiger Wohnungsbau oder verdichtetes Bauen. 2013 wurde als Kompromiss im Richtplan festgehalten, dass Kanton und Gemeinden die Schaffung von Wohnraum zu tragbaren finanziellen Bedingungen fördern müssen. Bei einigen Projekten übersteige der Bodenpreis allerdings 50 Prozent der Anlagenkosten, so ein Einwand. Da stelle sich die Frage, ob so überhaupt noch preisgünstiger Wohnungsbau betrieben werden könne. Neff wurde gefragt, ob Zug mit seinem Wachstum ein Opfer seines eigenen Erfolgs geworden sei. Doch der Raiffeisen-Ökonom winkte ab: Die Entwicklung sei in der ganzen Schweiz zu beobachten. Die Beteiligten, wie auch das Gros der 120 Gäste, waren sich zum Schluss einig: Der Dialog bleibe der Schlüssel zum Erfolg.

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