Zuger Bauern wehren sich gegen Golfplatz

Der Zuger und Zürcher Bauernverband wehren sich gegen den geplanten Golfplatz Zugersee rund um den Kappeler Milchsuppenstein in Ebertswil. Über den Golfplatz müssen die Stimmbürger der 14 Gemeinden im Bezirk Affoltern am 25. November befinden.

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In diesem Gebiet soll der neue Golfplatz gebaut werden. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

In diesem Gebiet soll der neue Golfplatz gebaut werden. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Der Golfplatz soll 83 Hektaren gross werden, 18 Loch haben und je zur Hälfte in den Kantonen Zürich und Zug liegen. Inmitten des Golfplatzes würde der Milchsuppenstein stehen. Dort wurde 1529 mit der Kappeler Milchsuppe Friede zwischen den reformierten Zürcher und den katholischen Innerschweizer geschlossen.

Der Zuger und Zürcher Bauernverband sind gegen das Projekt, wie sie am Donnerstag an der gemeinsamen Martinimedienkonferenz in Ebertswil sagten. Der Golfpark beanspruche beachtliche Fruchtfolgeflächen, sagte Hans Frei, Präsident des Zürcher Bauernverbandes, gemäss Mitteilung. Dagegen wehre sich der ZBV.

Weitere Gründe für die Ablehnung sind gemäss Zuger Bauernverband der Umgang mit Quellwasserschutzzonen sowie die Umwandlung des Naherholungsgebiets in eine künstliche Parklandschaft für Golfspieler.

«Viele Einwohner wollen hier keinen Golfplatz, sondern die Landschaft mit ihrem jetzigen Charakter erhalten», sagte Rolf Heer, Landwirt und Co-Präsident der IG NoGolf, am Donnerstag gemäss Redetext.

Der Milchsuppenstein als historisches Symbol gehöre nicht mitten in den Golfplatz. Heer stellte auch die in Aussicht gestellte öffentliche Zugänglichkeit und Verfügbarkeit des Areals in Frage.

sda/zim