ZUGER BAUPROJEKTE: Sparmassnahmen: Hartbelag auf Wanderwegen bleibt

Das Sparprogramm des Kantons Zug hat Auswirkungen auf den Richtplan: Der Regierungsrat will mehrere Projekte vertagen oder gar streichen. Gespart werden soll auch bei den Wanderwegen.

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Blick auf Unterägeri. (Bild Werner Schelbert)

Blick auf Unterägeri. (Bild Werner Schelbert)

Gedulden müssen sich etwa die Einwohner von Unterägeri. Die Umfahrung ihrer Gemeinde soll nur noch dritte Priorität haben. Dies bedeutet, dass der Baubeginn erst nach 2024 erfolgen muss. Bisher hatte das Umfahrungsprojekt Priorität zwei, musste also bis 2024 an die Hand genommen werden.

Dies teilte der Regierungsrat am Donnerstag mit. Aus Spargründen gestrichen werden sollen zudem drei Wald-Naturschutzgebiete: das Littibachtobel, das Lorzentobel und das Gebiet Eggbärneren.

Der Regierungsrat begründet diese Auswahl damit, dass bei diesen drei Gebieten noch keine Investitionen getätigt worden seien und bis jetzt keine vertraglichen Verpflichtungen bestünden. Damit wären nur noch 23 Wald-Naturschutzgebiete im Richtplan verankert.

Auf Digitalisierungs-Projekt wird verzichtet

Sparen will der Regierungsrat auch bei den Wanderwegen, die im Kanton Zug heute oft über Asphalt führen. Statt sie, wie von Wanderern oft gefordert, zu Natursträsschen umzubauen, belässt man sie nun aus Spargründen im jetzigen Zustand.

Damit könne einiges gespart werden, ohne dass die Qualität des Wegnetzes eingeschränkt werde, sagte Baudirektor Heinz Tännler auf Anfrage. Verzichtet wird zudem auf ein Digitalisierungs-Projekt für das Wanderweg-Netz.

Die Zuger Bevölkerung hat noch die Möglichkeit, sich zu diesen Sparmassnahmen zu äussern. Die Pläne liegen bis zum 7. Oktober öffentlich auf. (sda)