Zuger Betriebe setzen ihre Schutzkonzepte gut um

Die Zuger Regierung zeigt sich nach ersten Kontrollen zufrieden.

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Die Schutzkonzepte führen unter anderem zu langen Warteschlangen vor den Baumärkten. So wie beim Coop Bau & Hobby in Cham.

Die Schutzkonzepte führen unter anderem zu langen Warteschlangen vor den Baumärkten. So wie beim Coop Bau & Hobby in Cham.

(Bild: Maria Schmid, Cham, 27. April 2020)

(mua) Der Bundesrat lockert schrittweise die Massnahmen zum Schutz vor dem neuen Coronavirus. Die Branchen und Betriebe seien verpflichtet und verantwortlich, die Lockerung mit Schutzmassnahmen zu begleiten, heisst es in der gemeinsamen Medienmitteilung der Gesundheits- und Volkswirtschaftsdirektion. Die Zuger Betriebe setzen diese Massnahmen grösstenteils gut um. Volkswirtschaftsdirektorin Silvia Thalmann-Gut hält in der Mitteilung fest: «Es ist wichtig, dass die ansässigen Unternehmen mehrheitlich über Schutzkonzepte verfügen und die Massnahmen umsetzen. Jeder Betrieb ist selber dafür verantwortlich. Es ist das Ziel von uns allen, einen zweiten Lockdown zu verhindern.» Gestern haben Vertreterinnen und Vertreter der Zuger Gemeinden und der Zuger Polizei begonnen, zahlreiche Betriebe und Einrichtungen im ganzen Kanton Zug zu besuchen und das Gespräch mit den Verantwortlichen zu suchen. Diese Gespräche zeigen, dass die Schutzkonzepte grösstenteils nutzbringend erarbeitet worden sind und die Massnahmen umgesetzt werden. «Jeder Betrieb kann seinen Beitrag leisten. Er muss sich dieser Verantwortung und Verpflichtung bewusst sein und die Schutzmassnahmen konsequent umsetzen», fasst Silvia Thalmann zusammen. Auch in den kommenden Tagen werden weiter entsprechende Kontrollen durchgeführt.

Schutzkonzepte müssen für alle Betriebe vorhanden sein, die öffnen dürfen und wollen. Das heisst, auch Betriebe, die vor dem 27. April offen haben durften, müssen ein Schutzkonzept erarbeiten. Gemäss Vorgaben müssen die Schutzkonzepte sämtliche in den Verkaufs- und Dienstleistungsörtlichkeiten anwesenden Personen einschliessen: auf der einen Seite Kundinnen und Kunden, Besucherinnen und Besucher sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer, auf der anderen Seite auch Personen, die – unabhängig von ihrer arbeitsvertraglichen Stellung – in der Einrichtung tätig sind. Die Betreiber und Organisatoren stützen ihre Massnahmen auf die Grobkonzepte ihrer Branchen ab. Ohne ein umsetzungstaugliches Schutzkonzept dürfe die Einrichtung für die Öffentlichkeit nicht geöffnet sein, heisst es weiter in der Mitteilung. Diese ersten Lockerungen sind nur möglich geworden, weil sich die Bevölkerung in den letzten Wochen an die Hygiene- und Abstandsregeln gehalten hat. Diese sind aber nach wie vor in Kraft: Abstand zueinander einhalten, regelmässig Händewaschen, Personenansammlungen vermeiden und wenn möglich zu Hause bleiben. «Gemeinsam haben wir in den letzten Wochen erreicht, dass das Virus eingedämmt werden konnte. Nun müssen wir Durchhaltewillen zeigen und gemeinsam dafür sorgen, neue Ausbrüche zu verhindern», appelliert Gesundheitsdirektor Martin Pfister in der Mitteilung an die Bevölkerung.