Zuger Birnbäume von Feuerbrand befallen

Bereits sieben Kantone leiden derzeit unter der Pflanzenseuche Feuerbrand – nun hat es auch den Kanton Zug getroffen.

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Ein von Feuerbrand befallener Birnbaum. (Archivbild/Neue SZ)

Ein von Feuerbrand befallener Birnbaum. (Archivbild/Neue SZ)

Vor allem die Birne ist der Zuger Patient: Sie ist vom Feuerbrandbakterium befallen. «Genauer gesagt handelt es sich um Hochstamm-Birnbäume in der Gemeinde Menzingen», erklärt Louis Suter von der Fachabteilung Obstbau des Schluechthofs in Cham. Der Schluechthof ist bekanntlich das landwirtschaftliche Bildungs- und Beratungszentrum des Kantons. Offenbar handelt es sich bei der Zahl der infizierten Hochstämmer um rund zwölf Bäume.

Roden und verbrennen

«Diese müssen nun vermutlich gerodet und verbrannt werden», so Suter, weil Birnen nicht so robust wie Äpfel seien. «Wenn der Befall nicht so stark ist, kann man die Bäume womöglich zurückschneiden – aber das muss vom Fachmann erledigt werden.» Desweiteren sind im Kanton Zug Quittenbäumchen in Hünenberg vom Feuerbrand betroffen. Dabei handle es sich wohl um bereits im letzten Jahr erkrankte Pflanzen, die man leicht entfernen könne.

Sind durch den Feuerbrand, der sich ja wie eine Seuche schnell ausbreiten kann, nun weitere Obstkulturen im Kanton Zug gefährdet? «Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen», versichert der Zuger Obstbauexperte. Denn die Niederstammkulturen in der Talebene seien wohl von einer Ansteckung verschont geblieben, weil die Inkubationszeit der Blüten bereits vorbei sei.

Wolfgang Holz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung.