Zuger Busse fahren künftig in den Schwyzer Talkessel

Der Kanton Schwyz hat der Zugerland Verkehrsbetriebe AG den Zuschlag für zwei neue Buslinien erteilt – die Linien 525 und 526. Diese sollen nach Ende der Sperre der Bahnlinie Zugersee Ost die Erschliessung von Rotkreuz aus dem Schwyzer Talkessel sichern.

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(sda) Rotkreuz mit seinen rund 11'000 Arbeits- und Ausbildungsplätzen gewinne als Reiseziel aus dem Talkessel Schwyz stetig an Bedeutung, teilte das Schwyzer Baudepartement am Donnerstag mit. Gleichzeitig werde der Neat-Bahnhof Arth-Goldau für Reisende aus dem Raum Rotkreuz wichtiger.

Der Umleitungsfahrplan während der Sperre Zugersee Ost bietet aktuell ein zeitlich befristetes Bahn-Angebot im Korridor Talkessel Schwyz-Rotkreuz. Da die Verantwortlichen einen Nachfrageschub erwarten, möchten sie den öffentlichen Verkehr in diesem Korridor auch langfristig verbessern. Dazu brauche es im Anschluss an die Sperre Zugersee Ost ein neues Angebot im öffentlichen Verkehr.

So entschied der Kanton Schwyz, zwei neue Buslinien auszuschreiben und ab dem 13. Dezember 2020 einzuführen. Es ist dies die Linie 525 (Immensee-Rotkreuz) und die Linie 526 (Brunnen-Schwyz SBB-Arth-Goldau-Rotkreuz).

Direkt ins Arbeitsplatzgebiet

Die Buslinien sind Bestandteil des neuen Talkesselkonzepts. Sie verkehren als Schnellbuslinien via Autobahn direkt in die Arbeitsplatzgebiete Rotkreuz (Blegi, Birkenstrasse und Bahnhof Nord).

Das Amt für öffentlichen Verkehr und das Bundesamt für Verkehr prüften die vier eingereichten Offerten und werteten sie aus. Die Zugerland Verkehrsbetriebe hätten dabei das qualitativ beste und gleichzeitig wirtschaftlichste Angebot eingereicht, heisst es in der Medienmitteilung.