Zuger CVP und FDP gehen eine Listenverbindung ein

Die FDP geht für die nationalen Wahlen im Herbst eine Listenverbindung mit der CVP ein. Das Ziel sei, die Mitte zu stärken, schreiben die Parteien.

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(mua/pd) Die Zuger CVP und die FDP haben ihre Kandidaten für die eidgenössischen Wahlen nominiert. Nun haben die beiden Parteien mitgeteilt, dass sie miteinander eine Listenverbindung eingehen.

Für die FDP mache ein Schulterschluss mit der CVP am meisten Sinn, um auf nationaler Ebene die Mitte zu stärken, damit für die Schweiz wegweisende Geschäfte nicht in der Sackgasse stecken bleiben würden, schreiben die Liberalen in der entsprechenden Mitteilung. «Nur mit einer lösungsorientierten Sachpolitik, wie sie die FDP und die CVP betreiben, können die künftigen Herausforderungen unseres Landes gelöst werden», heisst es weiter. Somit mache nach 2011 und 2015 eine erneute Listenverbindung mit der CVP für die FDP Sinn. «Die CVP ist eine Partnerin, die uns politisch am nächsten steht und mit der es uns auch gelingen wird, unseren Nationalratssitz zu verteidigen», sagt Kantonalpräsidentin Carina Brüngger in der Mitteilung.

Auch das CVP-Präsidium unter der Leitung von Laura Dittli habe sich die Frage nach einer Listenverbindung gestellt und sich den Entscheid nicht leicht gemacht, schreibt die Partei in ihrer Medienmitteilung. «Wir wollen der politischen Polarisierung Einhalt gebieten und die Konsensfähigkeit stärken. Dies gelingt mit einer starken Mitte», sagt Kantonalpräsidentin Laura Dittli.

Auch bei den Ständeratswahlen unterstützen sich die beiden Parteien gegenseitig. In den Ständerat wollen alt Regierungsrat Matthias Michel (FDP) und der bisherige Ständerat Peter Hegglin (CVP). Damit sollen auch künftig in der kleinen Kammer die Zuger Standesstimmen aus der bürgerlichen Mitte kommen, sind sich die beiden Parteien einig. Nicht nur national, auch kantonal fokussiere die FDP zusammen mit der CVP auf eine starke, bürgerliche Mitte. Man verstärke die Zusammenarbeit, um die anstehenden Herausforderungen im Kanton Zug lösungsorientiert anzupacken.