Zuger E-Trottinetts gehören nun einer anderen Firma

Der E-Scooter-Anbieter Circ entlässt sein Personal in der Schweiz – wegen einer Übernahme durch «Bird».

Laura Sibold
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Bereits Ende Januar kündigte der kalifornische Konkurrent Bird die Übernahme des deutschen E-Trottinett-Anbieters Circ an. Nun hat die Akquisition Folgen: «Für Dutzende Angestellte endet das Circ-Abenteuer mit der Kündigung. Das Geschäft des E-Scooter-Anbieters wird in der gesamten Schweiz eingestellt», schreibt der «Beobachter» auf seiner Website. Circ entlasse sein gesamtes Personal in der Schweiz, lediglich zwei Manager dürften bleiben. Zu Beginn des Februars habe die Belegschaft von der LMTS Switzerland AG, die das Circ-Business in der Schweiz betreibt, die Kündigung erhalten. Betroffen seien insgesamt rund 60 Personen.

Im Kanton Zug ist nur ein einziger E-Scooter-Anbieter unterwegs, und das war bislang Circ. Gegenüber unserer Zeitung sagte Torge Barkholtz, Geschäftsführer von Circ Schweiz, vor einem halben Jahr: «Wir haben ein Logistik-Team vor Ort und ein Lager in Baar. Unsere Mitarbeiter sind laufend unterwegs und sammeln E-Trottinetts, die aufgeladen und gewartet werden müssen, ein, fahren diese ins Lager und stellen sie anschliessend wieder bereit.» In der Region Zug – konkret in den Gemeinden Zug, Baar, Cham und Risch – bestehen Konzessionen für rund 150 E-Trottinetts.

Laut «Beobachter» hat der neue Eigentümer Bird die Wartung der E-Trottis nun Drittfirmen übertragen. Während Torge Barkholtz betonte, dass Circ Schweiz nur mit eigenen Mitarbeitern arbeite und hohe Ansprüche an Sicherheit und Qualität gewährleiste, sind die Auflagen der Bird-Drittfirmen nicht bekannt. Die «NZZ am Sonntag» wies im August 2019 auf die prekären Anstellungsbedingungen einiger Scooter-Verleihfirmen hin. Verleiher würden Mitarbeiter im Akkordlohn auf die Strasse schicken und nur mässig für deren Sicherheit sorgen. Bei Bird war diesbezüglich niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

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