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Zuger fertigte 48'000
Sex-Zeichnungen an

Ein 46-Jähriger aus Zug hat 48'000 sexuelle Zeichnungen und Fotomontagen erstellt, welche unter anderem kindliche Fantasiepersonen in sexuellen Posen darstellen. Dafür wurde er nun per Strafbefehl verurteilt.
Christopher Gilb
Ein Teil der sexualisierten Zeichnungen und Fotomontagen hatte der Zuger auf seinem Computer gespeichert. Symbolbild: (Martial Trezzini/Keystone)

Ein Teil der sexualisierten Zeichnungen und Fotomontagen hatte der Zuger auf seinem Computer gespeichert. Symbolbild: (Martial Trezzini/Keystone)

Zwischen dem 1. Januar 2012 und dem 24. Juni 2015 erstellte ein gebürtiger Österreicher mehrheitlich von Hand, aber auch mit computerbasierten Zeichenprogrammen, rund 48'000 sexualisierte Zeichnungen und Fotomontagen. Das wäre per se nicht strafbar, die Zeichnungen aber zeigen gemäss Strafbefehl der Zuger Staatsanwaltschaft mehrheitlich kindliche beziehungsweise minderjährige Fantasiepersonen in sexuellen Posen.

Gemäss Staatsanwaltschaft waren die Zeichnungen darauf ausgerichtet, den Betrachter aufzureizen, da menschliche Geschlechtsteile «übermässig in den Vordergrund gestellt werden». Der 46-Jährige habe die Darstellungen konsumiert und zum eigenen Konsum hergestellt. Er wurde deshalb per Strafbefehl unlängst der mehrfachen Pornografie gemäss Art. 197 Abs. 5 des Strafgesetzbuchs schuldig gesprochen und wird mit einer bedingten Geldstrafe von 80 Tagessätzen, dies unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren, bestraft. Des Weiteren muss er sich in eine «deliktsorientierte» psychiatrische Behandlung begeben.

Störung der Sexualpräferenz

Gemäss Strafbefehl befindet sich der 46-Jährige bereits wegen Alkoholabhängigkeit, Depression, einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung und einer Störung der Sexualpräferenz seit mehreren Jahren in psychologischer und ärztlicher Behandlung. Da die Problematik jedoch nach wie vor ungelöst sei und die involvierten medizinischen Fachpersonen von einer länger dauernden Behandlungsbedürftigkeit ausgehen, erscheine die nun verordnete Therapie unumgänglich. Die sichergestellten elektronischen Daten bleiben zudem entschädigungslos eingezogen und werden vernichtet.

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