Zuger Gesundheitsbehörden halten Kontakt zu jedem Corona-Infizierten

Die Gesundheitsbehörden nehmen seit dem ersten Fall Kontakt zu allen Personen auf, welche engen Kontakt zu Infizierten hatten. Die Regierungsräte wenden sich per Video im Laufe der kommenden zwei Wochen an die Bevölkerung.

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(mua) Seitdem der erste Fall im Kanton Zug am 3. März bestätigt wurde, ist das sogenannte «Contact Tracing» ein grundlegender Teil der Bekämpfungsmassnahmen. Laut entsprechender Mitteilung der Gesundheitsdirektion kann der Kanton Zug hierfür auf die Mitarbeit der Lungenliga Zentralschweiz zählen, welche auch in herausfordernden Zeiten eine hervorragende Arbeit leiste.

Ziel des «Contact Tracing» sei es, alle Personen, die engen Kontakt zu infizierten Personen hatten, rasch ausfindig zu machen, erklärt die Gesundheitsdirektion weiter. Diese Kontaktpersonen werden aufgefordert, sich unverzüglich selbst in ihren Wohnungen zu isolieren und keinen physischen Kontakt zu Personen ausserhalb ihres Haushalts aufzunehmen. So kann eine mögliche Weiterverbreitung des Coronavirus unterbunden werden, indem die Infektionsketten unterbrochen werden können. «Die kontaktierten Personen zeigen jeweils grosses Verständnis und halten die Vorgaben betreffend Selbstisolation meist vorbildlich ein», führt Kantonsarzt Rudolf Hauri in der Mitteilung aus.

Bis heute sind gesamthaft rund 1600 Personen zu diesem Zweck kontaktiert worden. Die Personen, welche sich in Selbstisolation befinden, werden in der Regel während zehn Tagen täglich kontaktiert, über ihren Gesundheitszustand befragt und beraten. Diese Abklärungen werden im Kanton Zug von der Lungenliga Zentralschweiz vorgenommen, welche eine entsprechende Leistungsvereinbarung eingegangen ist. «Die momentane Situation ist eine enorme Herausforderung für uns. Wir sind aber motiviert, so einen Beitrag für die Gesundheit der Gesamtbevölkerung zu leisten», ergänzt Brigitta Arnold von der Lungenliga Zentralschweiz.

Testkapazitäten nach wie vor ausreichend

Was die Testkapazitäten angeht, sind die vorhandenen Kapazitäten im Kanton Zug für indizierte Abklärungen nach wie vor ausreichend. Wie in der ganzen Schweiz reichen sie aber nicht aus, um flächendeckende Test in der gesamten Bevölkerung durchzuführen. Grundsätzlich können alle Hausarztpraxen im Kanton Zug Corona-Tests durchführen. «Mit aus-gewählten Praxen konnten wir zudem vereinbaren, dass diese Patientinnen und Patienten von anderen Praxen für die Tests übernehmen. So können wir garantieren, dass die Grundversorgung aufrechterhalten werden kann», führt Gesundheitsdirektor Martin Pfister aus. Die Tests finden im Rahmen von ordentlichen Arztterminen statt, wobei die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt abschliessend entscheidet, ob ein Test nötig ist. Gesunde Personen oder solche mit nur leichten Symptomen werden nicht präventiv getestet, damit genügend Ressourcen für schwere Fälle und Risikogruppen vorhanden sind.

Videobotschaften der Zuger Regierung

Die Mitglieder des Zuger Regierungsrat werden sich im Laufe der kommenden zwei Wochen mit kurzen Videobotschaften direkt an die Bevölkerung wenden. Darin wird ausgeführt, welche Massnahmen in den jeweiligen Direktionen getroffen wurden, um diese herausfordernde Lage zu meistern. Die erste Botschaft des Gesundheitsdirektors Martin Pfister ist bereits online. Alle Videos werden jeweils auf www.zg.ch/corona aufgeschaltet.