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Zuger Innovationspreis 2019 geht an die Bucher Hydraulics AG in Neuheim

Volkswirtschaftsdirektorin Silvia Thalmann-Gut hat anlässlich des Zuger Innovations-tags, organisiert vom Technologie Forum Zug, am 18. September im Theater Casino Zug den Zuger Innovationspreis 2019 überreicht.
Die Bucher Hydraulics in Neuheim gewinnt der Zuger Innovationspreis 2019 Im Bild eine Fahrkurve. (Bild: PD)

Die Bucher Hydraulics in Neuheim gewinnt der Zuger Innovationspreis 2019 Im Bild eine Fahrkurve. (Bild: PD)

(haz/pd) Die Bucher Hydraulics AG in Neuheim ist mit über 180 Mitarbeitenden und 20 Ausbildungsplätzen seit mehr als 60 Jahren spezialisiert auf hydraulische Sicherheitsventile und Aufzugskomponenten. Für den digitalisierten Hydraulikaufzug gewinnt das Unternehmen den diesjährigen, mit 10'000 Franken dotierten Zuger Innovationspreis, wie die kantonale Volkswirtschaftsdirektion meldet. Volkswirtschaftsdirektorin Silvia Thalmann-Gut freut sich: «Mit dieser Innovation hat die in Neuheim ansässige Bucher Hydraulics AG drei Arbeitsplätze neu geschaffen und 60 Arbeitsplätze gesichert.»

Effizienzsteigerung und Sparpotenzial

Im Bereich der Aufzugstechnik bildet die Produktfamilie des Liftregelventils «iValve» zusammen mit seiner intelligenten Elektronik «iCon» das Herzstück des Portfolios der Bucher Hydraulics AG am Standort Neuheim. Im Zuge der Digitalisierung wird das «iValve» als weltweit erstes Aufzugs-Hydraulikventil mit einer CAN-Bus Kommunikationsschnittstelle ausgestattet. Über die Anbindung an die zentrale Kommunikation des gesamten Aufzugsystems eröffnen sich neue Möglichkeiten für Energieeffizienz, Fahrkomfort und Wartung. «Bisher war der hydraulische Antrieb für Aufzüge zwar intelligent, aber immer noch blind. Durch eine neue Schnittstelle erhält das Ventil nun Augen und kann dadurch die Lift-Fahrt noch kürzer, sanfter und präziser regeln», erläutert Christian Schleihs, Entwicklungsleiter bei der Bucher Hydraulics AG in Neuheim.

Zuger Innovationspreis, Teilnahmebedingungen und Zusammensetzung der Jury

(haz/pd) Der mit 10'000 Franken dotierte Zuger Innovationspreis geht an ein Unternehmen aus dem Kanton Zug, das mit einer volkswirtschaftlich, sozial und/oder ökologisch sinnvollen Innovation neue Arbeitsplätze geschaffen oder bestehende Arbeitsplätze erhalten hat. Der Preis wird vom Regierungsrat auf Antrag einer Jury vergeben.

Aufgrund der Preisausschreibung und der Möglichkeit der Nomination durch die Zuger Wirtschaftsverbände im Frühling 2019 wurden insgesamt 25 Bewerbungen fristgerecht eingereicht, davon drei Nominierungen. Die Jury setzte sich an ihrer Sitzung Anfang. Juli 2019 mit den eingegangenen Gesuchen und den Nominationen eingehend auseinander und bewertete die Gesuche nach folgenden Parametern: Idee und Originalität, Erfolg am Markt sowie Durchsetzungsvermögen, Schaffung respektive Erhaltung von Arbeitsplätzen, Potenzial der nachhaltigen Sicherung von Unternehmen, Produkt und Arbeitsplätzen, Wert für den Kanton Zug sowie Attraktivität der Bewerbung.

Die Jury setzte sich aus fünf Mitgliedern zusammen: Silvia Thalmann-Gut (Volkswirtschaftsdirektorin, Vorsitz); Daniel Abt (Vertreter des Gewerbeverbands des Kantons Zug); Reto Karich (Vertreter Arbeitnehmervereinigungen); Andreas Kleeb (Vertreter der Zuger Wirtschaftskammer, Bereich Dienstleistungen); Andreas Widmer (Ver-treter der Zuger Wirtschaftskammer, Bereich Industrie). Gianni Bomio (Generalsekretär der Volkswirtschaftsdirektion) führte das Sekretariat.

Die Echtzeit-Betriebsdaten werden nun genutzt. Dazu ist es möglich, Geräte und Antriebe im Sleep/Wake-Up Modus, ähnlich der Start/Stop-Automatik im Auto, zu betreiben und weitere Energieeinsparungen zu erzielen. Ferner können Betriebsdaten online und in Echtzeit ab-gerufen werden, um eine Fernwartung der Anlage, Condition Monitoring oder Predictive Maintenance zu ermöglichen. «Ziel ist es, den Verfügbarkeitsgrad der Anlage für den Kunden zu maximieren», legt Christian Schleihs dar. Wartungsarbeiten können im Voraus geplant und auf Rand- oder Stillstandszeiten gelegt werden. Aufgrund des modularen Aufbaus der «iCon»-Elektronik kann jedes bestehende iValve-System mit minimalem Aufwand um die neue Schnitt-stelle ergänzt werden. Dadurch werden die Fähigkeiten der bestehenden Elektronik erweitert. Mögliche Energieeinsparpotenziale beziehen sich somit auch auf die über 50'000 Anlagen, die bereits weltweit in Betrieb sind.

Innovativ und nachhaltig

Die Weiterentwicklung des Liftregelventils «iValve» um eine CAN-Bus Kommunikationsschnittstelle ist im Kanton Zug erfolgt; sie stellt die Schnittstelle zwischen einem klassischem Industrie- und einem neuartigem IT-/Elektronik-Produkt dar. Silvia Thalmann-Gut ist überzeugt: «Innovative Firmen wie die Bucher Hydraulics AG werten den Zuger Wirtschaftsraum auf und leis-ten einen wertvollen Beitrag, damit der Kanton erfolgreich bleibt». Bucher Hydraulics verwendet den Betrag von 10'000 Franken für den Aufbau von Infrastruktur im Bereich der Arbeitsplätze der neuen Elektronik-Lernenden in Neuheim. «So wird das Preisgeld nachhaltig investiert und trägt dazu bei, dass die zukünftigen Elektroniker auf Top-Level ausgebildet werden», erklärt Christian Schleihs.

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