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Zuger Jugendliche fordern Ausrufung des Klimanotstandes

Nach der Kantonsratsdebatte vom Donnerstag wurde der Präsidentin Monika Barmet ein Transparent mit über 350 Unterschriften überreicht. Zudem haben die drei Jungpolitikerinnen Stéphanie Vuichard, Isabel Liniger und Anna Spescha ein Postulat zur Ausrufung des Klimanotstandes in Zug eingereicht.
Über 350 Unterschriften finden sich auf dem Transparent. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 11. April 2019)

Über 350 Unterschriften finden sich auf dem Transparent. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 11. April 2019)

(rh/pd) Die Jugendlichen der Klimastreikbewegung haben am Donnerstag nach der Parlamentssitzung Kantonsratspräsidentin Monika Barmet ein Transparent mit den Forderungen der nationalen Klimastreikbewegung überreicht. Unterschrieben haben darauf über 350 Jugendliche, Eltern und Lehrpersonen, die sich mit den Forderungen solidarisieren.

Auch ein Postulat zum Thema wurde im Kantonsrat eingereicht. Die drei Postulantinnen Stéphanie Vuichard (ALG), Isabel Liniger (SP) und Anna Spescha (SP) fordern, dass der Kanton Zug den symbolischen Klimanotstand ausruft und damit die Eindämmung des Klimawandels und seiner schwerwiegenden Folgen als Aufgabe höchster Priorität anerkennt.

Die Initiantinnen (von links): Isabel Liniger, Anna Spescha und Stéphanie Vuichard. (Bild: PD)

Die Initiantinnen (von links): Isabel Liniger, Anna Spescha und Stéphanie Vuichard. (Bild: PD)

«Auf der ganzen Welt finden Klimastreiks statt. Jugendliche fordern den Klimanotstand und die Reduzierung des CO2-Ausstosses auf netto null bis 2030. Unzählige Forscherinnen und Forscher unterstützen die Anliegen der Jugendlichen, allein über 20000 aus dem deutschsprachigen Raum», begründen sie. Und weiter: «Die Fakten sind klar: die globale Erwärmung muss unter 2°C, besser noch 1,5°C, beschränkt werden, um katastrophale Auswirkungen zu verhindern. Selbst ein Temperaturanstieg von 1,5°C hat weitreichende negative Folgen für die Menschheit. Der CO2-Ausstoss muss spätestens bis 2050 auf netto null reduziert werden. Zusätzlich zur Reduktion des CO2-Ausstosses sind auch Massnahmen notwendig zur erhöhten Speicherung des CO2 aus der Luft beispielsweise im Boden.» Der Klimawandel sei eine grosse Herausforderung, doch man müsse jetzt handeln, bevor es zu spät sei. «Deshalb ist es wichtig, dass auf allen Ebenen das Möglichste getan wird, um das Klimaziel zu erreichen.»

In einigen Städten wie London, Los Angeles oder Vancouver wurde der Klimanotstand bereits ausgerufen. Basel-Stadt hat als erster Schweizer Kanton ebenfalls den Klimanotstand ausgerufen, gefolgt von Waadt und Olten. «Dies ist ein enorm wichtiges Zeichen, um sinnvolle Massnahmen gegen die Klimakrise zu ergreifen», schreiben die drei Jungpolitikerinnen.

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