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Zuger Kantonalbank erzielt im ersten Halbjahr einen höheren Gewinn – trotz Ertragsrückgang

Die Zuger Kantonalbank hat im ersten Semester 2019 trotz tieferer Erträge mehr verdient. Sie verzeichnete dabei einen Gewinn von 37,4 Millionen Franken. Dies entspricht einer Zunahme von 9,5 Prozent.
Gregory Remez
«Wachsen dort, wo wir wachsen wollen»: Pascal Niquille, CEO der Zuger Kantonalbank. Bild: Roger Grütter (Zug, 30. August 2018)

«Wachsen dort, wo wir wachsen wollen»: Pascal Niquille, CEO der Zuger Kantonalbank. Bild: Roger Grütter (Zug, 30. August 2018)

Das Niedrigzinsumfeld setzt der Zuger Kantonalbank weiter zu. Zwar konnte sie ihren Gewinn im ersten Halbjahr 2019 um 9,5 Prozent auf 37,4 Millionen Franken steigern (siehe Tabelle). Man sei im Allgemeinen «gut unterwegs», liess die Bank im gestern publizierten Halbjahresbericht verlauten. Doch das gute Zwischenergebnis täuscht. Denn die Gewinnsteigerung war vor allem deshalb möglich, weil das Institut seinen Reserven für allgemeine Bankrisiken weniger Geld zuführte: Statt 15,8 Millionen Franken wie noch im ersten Halbjahr 2018 flossen diesmal nur 8,4 Millionen Franken in die Risikokasse.

Das Zinsgeschäft, der wichtigste Bereich der Bank, war dagegen rückläufig. Dort sank der Nettoerfolg um 2,8 Prozent auf 74 Millionen Franken. Das hängt hauptsächlich damit zusammen, dass neue Hypotheken zu niedrigeren Zinsen abgeschlossen wurden. Im Verlauf des ersten Semesters seien die Zinsen auf das Niveau der Tiefststände von Mitte 2016 gefallen, begründet die Bank den Rückgang. Die Margen im Hypothekargeschäft seien dadurch noch mehr unter Druck geraten. Der Geschäftsertrag fiel folglich um 3 Prozent auf 109,4 Millionen Franken.

Mobile Banking wird komplett überarbeitet

Positiv entwickelte sich indes das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft ebenso wie das Geschäft mit den verwalteten Vermögen, das die Zuger Kantonalbank in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut hatte. «Wir freuen uns, dass wir dort wachsen konnten, wo wir wachsen wollten», sagt Zuger-KB-Chef Pascal Niquille. Dank der positiven Börsenentwicklung erhöhten sich die verwalteten Kundengelder um 8,2 Prozent auf insgesamt 12,5 Milliarden Franken. Darüber hinaus hatte die Bank ihre Kosten weitgehend im Griff. Zwar verschlechterte sich das Kosten-Ertrags-Verhältnis von 44,8 Prozent per Ende 2018 auf aktuell 45,9 – mit einem Wert deutlich unter 50 gehört die Zuger Kantonalbank aber noch immer zu den effizientesten Banken der Schweiz. Die positive Entwicklung an den Finanzmärkten sei im ersten Halbjahr 2019 vor allem durch die expansive Politik der Notenbanken geprägt gewesen, schreibt die Zuger KB in ihrem Bericht. Die handelspolitischen Spannungen deuteten auf eine weitere Verlangsamung des Wachstums hin.

Angespannt bleibt die Lage auch auf dem Zuger Immobilienmarkt. Die bewilligten Bauprojekte liessen für 2019 eine niedrige Neubautätigkeit im Kanton erwarten, heisst es im Bericht weiter. Bei der bereits aussergewöhnlich tiefen Leerstandsquote von 0,4 Prozent werde der Wohnraum also weiterhin rar und die Nachfrage hoch bleiben.

Trotz des schwierigen Umfelds blickt das Institut zuversichtlich in die nähere Zukunft. Erwartet wird ein «gutes Jahresergebnis» mit einem Gewinn auf Vorjahresniveau. Für den Herbst kündigt die Zuger Kantonalbank überdies eine Neuerung für ihre Kunden an. «Das Mobile Banking wird komplett überarbeitet», sagt Niquille. «Zudem wird es beim E-Banking neue Funktionen geben.» Zum Beispiel werde man Einzahlungsscheine künftig bequem via Smartphone einscannen können.

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