Zuger Kantonalbank hält Halbjahresgewinn

Die Zuger Kantonalbank hat im ersten Halbjahr 2011 den Gewinn praktisch halten können. Allerdings setzten ihr die tiefen Zinsen zu.

Drucken
Teilen
Der Hauptsitz der Kantonalbank an der Baarerstrasse. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Der Hauptsitz der Kantonalbank an der Baarerstrasse. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Der Halbjahresgewinn beträgt 30,2 Mio. Franken. Er fällt damit um 0,4 Prozent geringer aus als vor einem Jahr, als 30,3 Mio. Fr. erwirtschaftet wurden. Es sei ein gutes Halbjahresergebnis, das im Rahmen der Erwartungen liege, teilte die Zuger Kantonalbank am Freitag mit.

Die Kantonalbank profitierte bei den Hypotheken von der anhaltenden Bautätigkeit im Kanton Zug. Zur Zeit sind 2600 Wohnungen im Bau. Die Hypothekarforderungen wuchsen so um 5,3 Prozent auf 9,0 Mrd. Franken. Insgesamt beliefen sich die Kundenausleihungen auf 9,7 Mrd. Franken (+4,9 Prozent).

Billige Hypotheken

Trotz dieser Volumensteigerung sank der Erfolg aus dem Zinsengeschäft um 3,5 Prozent von 78,4 Mio. Fr. auf 75,7 Mio. Franken, dies weil viele auslaufende Festhypotheken zu tiefen Zinssätzen erneuert wurden.

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stagnierte bei rund 19,4 Mio. Franken. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft stieg um 22 Prozent von 5,7 Mio. Fr. auf 6,9 Mio. Franken. Der übrige ordentliche Erfolg nahm um 2,1 Prozent von 2,2 auf 2,3 Mio. Fr. zu. Der Bruttoerfolg nahm gegenüber Mitte 2010 von 105,7 Mio. Fr. auf 104,3 Mio. Fr. ab, was einem Rückgang von 1,3 Prozent entspricht. Da der Geschäftsaufwand um 3,3 Prozent stieg, reduzierte sich der Bruttogewinn von 58,4 Mio. Fr. auf 55,4 Mio. Fr. (-5,0 Prozent). Der Betriebsgewinn betrug zur Jahresmitte 48,4 Mio. Franken. 2010 waren es 51,3 Mio. Franken. Der Rückgang betrug somit 5,6 Prozent.

Die Zuger Kantonalbank betreute Depotvermögen von knapp 10 Mrd. Franken. Der Rückgang betrug lediglich 0,2 Prozent. Die negativen Einflüsse von Dollar und Euro hätten durch den Neugeldzufluss praktisch kompensiert werden können, hiess es.

Die Bank teilte weiter mit, der stellvertretenden CEO Beat Mathys habe per Ende 2011 seinen Rücktritt erklärt. Er werde vorzeitig in Pension gehen.

sda