ZUGER KANTONSRAT: 2,2 Millionen für Kultur in Zürich und Luzern

Der Kanton Zug soll künftig Kulturinstitutionen in Zürich und Luzern mit 2,2 Millionen statt wie bisher mit 1 Million Franken unterstützen. Die vorberatende Kommission beantragt dem Kantonsrat den Beitritt zu einer entsprechenden Vereinbarung.

Drucken
Teilen
Das Luzerner Sinfonieorchester während einer Probe mit Dirigent Jonathan Nott. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Das Luzerner Sinfonieorchester während einer Probe mit Dirigent Jonathan Nott. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Ein erster Versuch zur Vereinbarung über die interkantonale Zusammenarbeit im Bereich überregionaler Kultureinrichtungen scheiterte 2005 am Zuger Kantonsrat. Die damals eingebrachten Vorbehalte seien inzwischen entkräftet oder geklärt, schreibt die Kommission in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Bericht.

Seit 1998 unterstützt der Kanton Zug auf freiwilliger Basis etablierte Kulturinstitutionen in Zürich und Luzern, seit 2000 sind es jährlich eine Million Franken. Die 2005 abgelehnte Regelung durch eine interkantonale Vereinbarung ging von Mehrkosten für Zug von1,66 Millionen aus.

Die damals von Zug geforderte Beteiligung weiterer Zentralschweizer Kantone zeichnet sich nun ab. Nidwalden sei bereits ins Boot geholt worden, die Regierungsräte von Uri und Obwalden hätten die Bereitschaft signalisiert, ihren Parlamenten in diesem Jahr entsprechende Anträge zu stellen, heisst es im Bericht.

Von der Vereinbarung profitieren sollen in Zürich das Opernhaus, das Schauspielhaus und das Tonhalle-Orchster sowie in Luzern dasKultur- und Kongresszentrum (KKL), das Theater und das Sinfonieorchester.

Dem Standortvorteil und der Standortwerbung mit der Nähe zu diesen Kulturinstitutionen mit nationaler und zum Teil internationaler Ausstrahlung werde ein hoher Stellenwert beigemessen, schreibt die Zuger Kantonsratskommission. Sowohl Zugerinnen und Zuger wie auch internationale Firmen profitierten vom hochkarätigen Kulturangebot unmittelbar über der Kantonsgrenze.

sda