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ZUGER KANTONSRAT: Informatik-Abteilung kommt nach Rotkreuz

In Rotkreuz werden bald Informatiker ausgebildet: Der Zuger Kantonsrat hat am Donnerstag entschieden, die geplante Informatik-Abteilung der Hochschule Luzern in der Suurstoffi anzusiedeln. Auch das Institut für Finanzdienstleistungen (IFZ) kommt dorthin - sehr zum Missfallen der Stadtzuger Kantonsräte.
Jetzt ist es entschieden: Angehende Informatiker werden zukünftig in Rotkreuz studieren. (Symbolbild Stefan Kaiser / ZZ)

Jetzt ist es entschieden: Angehende Informatiker werden zukünftig in Rotkreuz studieren. (Symbolbild Stefan Kaiser / ZZ)

Quer durch alle Fraktionen wehrten sich mehrere Stadtzuger Parlamentarierinnen und Parlamentarier dagegen, dass das IFZ aus Zug wegzieht. Es könne doch nicht sein, dass ein solches Institut an die äusserste Ecke des Kantons ziehe, sagte etwa Cornelia Stocker (FDP).

Stefan Gisler (Alternative - die Grünen) argumentierte, dass man einen solch guten Standort wie Zug doch nicht aufgeben dürfe. Zudem sei die Stadt Zug viel zu spät darüber informiert worden, dass das IFZ ebenfalls nach Rotkreuz kommen solle.

Baudirektor Tännler: "Dörfli-Denken vergessen"

Baudirektor Heinz Tännler (SVP) appellierte an die Stadtzuger Volksvertreter, ihr Dörfli-Denken doch für einmal zu vergessen. Man müsse hier in grösseren Dimensionen denken. Die Distanz zwischen Zug und Rotkreuz sei ja in etwa zehn Minuten bewältigt.

Die Mehrheit des Rates war seiner Meinung, genehmigte den Umzug und passte den Richtplan entsprechend an. Das IFZ wird somit aus dem Zuger Zentrum unmittelbar beim Bahnhof wegziehen und kommt auf den Informatik-Campus in Rotkreuz.

Dort wird bereits gebaut, so dass der Schulbetrieb im Herbstsemester 2016 in einem Provisorium aufgenommen werden kann. Der Neubau wird dann ab 2017 realisiert und soll 2019 bezugsbereit sein. Er wird Platz für rund 1000 Informatik- und mehrere hundert IFZ-Studierende bieten. (sda)

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