ZUGER KANTONSRAT: Wähler-Mobilisation ist keine Staatsaufgabe

Der Zuger Kantonsrat will keine staatliche Wähler-Mobilisation – auch wenn die Stimmbeteiligung in Zug vergleichsweise eher tief ist. Ein entsprechendes SP-Postulat ist am Donnerstag mit 38 zu 16 Stimmen abgelehnt worden.

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Der Kanton Zug beklagt eine vergleichsweise tiefe Wahlbeteiligung. (Symbolbild Neue ZZ)

Der Kanton Zug beklagt eine vergleichsweise tiefe Wahlbeteiligung. (Symbolbild Neue ZZ)

Wahl- und Abstimmungsmuffel an die Urne zu locken sei keine Staatsaufgabe, fand die bürgerliche Mehrheit. Es liege vielmehr an den Parteien, die Leute zum Wählen und Abstimmen zu motivieren.

Die SP argumentierte, dass auch der Staat mithelfen könne, die Bevölkerung für die direkte Demokratie zu sensibilisieren. Denkbar sei etwa die intensivere Nutzung elektronischer Medien wie etwa Soziale Netzwerke und Apps, um mehr junge Leute anzusprechen.

Bei den Wahlen vom 5. Oktober verzeichnete der Kanton Zug eine Stimmbeteiligung von 42,5 Prozent. Das sind rund 10 Prozent weniger als jeweils bei eidgenössischen Abstimmungen.

sda