ZUGER KANTONSSPITAL: 100 Tage alt – und schon zu klein?

Die Ärzte reiben sich ob der Strategie­diskussion die Augen. Denn es ist eng im neuen Kantonsspital. Sogar Privatpatienten müssen sich bisweilen ein Zimmer teilen.

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Ein Kommen und Gehen: Im Kantonsspital herrscht viel Betrieb. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Ein Kommen und Gehen: Im Kantonsspital herrscht viel Betrieb. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

«Wir haben Tage, an denen wir freie Betten suchen müssen», erklärt ein leitender Arzt des Kantonsspitals, «und wir mussten auch schon Operationen verschieben.»

Ist das Spital, das erst Ende August bezogen wurde, bereits zu klein? Jein, sagt der Arzt, der kein Schwarz-Weiss-Bild malen mag. Im Oktober, November und Januar sei erfahrungsgemäss mit den meisten Patienten zu rechnen. Ausserdem könnten kurzstationäre Eingriffe künftig durch ambulante Behandlungen ersetzt werden.

Schon zehn Krisensitzungen
«Das stimmt», bestätigt Madeleine Bühler. Sie ist Mitglied der Spitalleitung und für die Gesamtleitung der Pflege und Therapie im Zuger Kantonsspital verantwortlich: «Wir waren bereits eine Woche nach der Eröffnung in Baar ausgebucht», beschreibt Bühler die Situation im Privatbettenbereich.

«Es ist nicht übertrieben und nicht gelogen: Wir mussten schon mindestens an zehn Tagen eine Krisensitzung abhalten, um genügend Betten für die Nacht bereithalten zu können.» Dies sei wichtig, damit die Notfallpatienten versorgt werden könnten, die erfahrungsgemäss eingeliefert würden.

Charly Keiser und Freddy Trütsch

Mehr zum Thema lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung.