Zuger kassieren zu Unrecht Fördergelder

Wer eine Energieschleuder gegen ein Ökomodell eintauscht, erhält von der Stadt Zug Geld. Doch das Energieförderprogramm von Kühlschränken wird systematisch missbraucht.

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Wer in Zug einen alten Kühlschrank gegen ein Ökomodell eintauscht, erhält 300 Franken. (Bild: Dominik Hodel / Neue ZZ)

Wer in Zug einen alten Kühlschrank gegen ein Ökomodell eintauscht, erhält 300 Franken. (Bild: Dominik Hodel / Neue ZZ)

«Ach so, Sie haben kein altes Gerät?», fragt mich der Verkäufer. Das Geschäft scheint zu platzen, doch der Filialleiter eines grossen Elektrofachmarktes fackelt nicht lange. «Da kann ich Ihnen trotzdem entgegenkommen. Ich unterschreibe auf dem Formular einfach schon mal, dass ein altes Gerät umgetauscht wurde. Sie können dann selber irgendeinen Produktenamen eintragen.» Der Fachhändler sorgt mit diesem Trick dafür, dass ich nach dem Kauf einer energiesparenden Kühltruhe von der Stadt Zug 300 Franken zurückerstattet bekomme – und das zu Unrecht.

Ähnliches hat ein Leser unserer Zeitung in der gleichen Filiale erlebt. Aufgrund seines Hinweises habe ich mehrere Geschäfte in der Stadt Zug getestet. Das Resultat: Überall hätte ich mir mit Hilfe der Händler unrechtmässig Fördergelder erschleichen können. Eigentlich ist der Deal ganz klar geregelt: Das Förderprogramm Energie 2012 der Stadt Zug belohnt den Kauf eines energiesparenden Gerätes der höchsten Energieeffizienzklasse mit 300 Franken pauschal. Geld fliesst jedoch nur an Stadtzuger, die gleichzeitig ein altes Gerät entsorgen lassen.

Luc Müller

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