Kommentar

Zuger Kleinbetriebe als Lichtblicke in der Krise

Die Corona-Krise hat alle Bereiche des Lebens erfasst. Im Kanton Zug sind es vor allem die Einfrau- und Einmannbetriebe, die innovativ mit der Krise umgehen, schreibt Harry Ziegler, Chefredaktor der «Zuger Zeitung».

Harry Ziegler
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Harry Ziegler.

Harry Ziegler.

Bild: Stefan Kaiser

Einen derartigen Stillstand hat die moderne Schweiz noch nicht erlebt. Ein kleiner Virus legt das wirtschaftliche und öffentliche Leben lahm. Verschwörungstheoretiker, Leugner, Fanatiker feiern Urständ. Die Krise trifft jede und jeden. In der einen oder anderen Form. Existenzängste kommen hoch. Die Angst ist verständlich, wenn man sieht, wie Umsätze wegbrechen, Kunden wegbleiben, Lieferungen eingestellt werden. Allerdings gibt es auch Lichtblicke. Und diese kommen in der Regel nicht von den grossen Unternehmen. Die kleinen Unternehmen sind es, die zeigen, wie es weitergehen kann.

Gerade jene Einfrau- und Einmannbetriebe, die jeden wirtschaftlichen Stolperer sofort in der Kasse spüren, machen uns in dieser Zeit vor, wie Innovation und Zuversicht helfen, sich und sein Unternehmen über Wasser zu halten. Natürlich hilft dabei die staatliche Unterstützung, alleine mit dieser aber könnte auch der kleinste Betrieb kaum überleben. Die Besitzer solcher Kleinbetriebe zeichnen sich vor allem aus durch Improvisationstalent und Innovationskraft. Sie sind meistens in der Lage ihr Geschäftsmodell der wirtschaftlichen Lage anzupassen. Seien es das Modegeschäft nebenan oder der Beizer, der Kunsthandwerker oder der Galerist: Sie müssen zwar ihre Läden geschlossen haben, im Hintergrund sind sie aber kreativ und wild entschlossen zu überleben. Und diese Beispiele machen eines: Mut. Folgen wir diesen Beispielen und treten wir der Krise mutig entgegen. Wir schaffen das.