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Zuger können Patientenvollmacht nutzen

Wer soll über die medizinische Behandlung entscheiden, wenn man selbst nicht mehr urteilsfähig ist? Mit einer neuen Patientenvollmacht kann die gesetzliche Vertretung frühzeitig selbst ausgesucht werden. Diese ist aber vorerst nur in den Kantonen Zug und Tessin gültig.
Ein Pfleger kontrolliert die Werte eines Patienten auf der Intensivstation im Kantonsspital Luzern. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Ein Pfleger kontrolliert die Werte eines Patienten auf der Intensivstation im Kantonsspital Luzern. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Nicht immer sind Ehepartner, Eltern und Kinder die erste Wahl, wenn es darum geht, die vertretungsberechtigte Person für Notfälle zu bestimmen. Differenzen am Spitalbett sind die Folge.

Die Frage, wer über diagnostische, therapeutische und medizinische Massnahmen entscheide, sei etwas vom Schwierigsten, was es in Spitälern und Heimen gebe, sagte Patrizia Kalbermatten- Casarotti vom Institut Dialog Ethik auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Das Institut entwickelte deshalb eine Patientenvollmacht, mit der entscheidungsberechtigte Personen bestimmt werden können - auch wenn dabei nahe Verwandte übergangen werden. Die juristische Lage ist dabei klar: «Die Vollmacht und somit der Wunsch des Patienten hat immer Priorität», sagte Kalbermatten-Casarotti.

Das Dokument, das am Mittwoch vorgestellt wurde, richtet sich damit nicht zuletzt an unverheiratete Paare ohne Konkubinatsvertrag und an homosexuelle Paare, die nicht registriert sind. Das Dokument kann auf www.dialog-ethik.ch heruntergeladen werden und wird gültig, sobald es ausgefüllt und unterschrieben ist.

Erst in einigen Kantonen gültig

Das Dokument ist allerdings erst in einigen wenigen Kantonen gültig, so etwa im Kanton Tessin und im Kanton Zug. In den meisten anderen Kantonen ist bis auf Weiteres trotz unterschriebener Patientenvollmacht die Verwandtschaftsbeziehung ausschlaggebend.

Das wird sich aber per 1. Januar 2013 ändern. Dann tritt auf Bundesebene die Revision des Zivilgesetzbuches in Kraft und damit das neue Erwachsenenschutzgesetz. Dieses macht die Patientenvollmacht in allen Kantonen zum gesetzlich gültigen Dokument.

Bisher regelten einzelne Kantone diese Frage über ihr jeweiliges Gesundheitsgesetz. In Zug etwa ist die Patientenvollmacht seit 2009 gültig. Weil es bisher kein vorgefertigtes Dokument gab, lag es an den Betroffenen selbst, eine Patientenvollmacht zu verfassen.

Wie oft dies gemacht und die Vollmacht auch angewendet wurde, ist nicht klar. Wie der Zuger Gesundheitsvorsteher Urs Hürlimann (FDP) auf Anfrage sagte, gibt es bei Spitälern und Heimen keine Zahlen darüber.

sda

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