Zuger Kunstschaffende erhalten Atelierstipendien

Die kantonale Kulturkommission hat sechs Zugerinnen und Zugern die begehrte Unterstützung zugesprochen.

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(haz) Die Kulturkommission des Kantons Zug vergibt laut Medienmitteilung je ein «Atelier Flex»-Stipendium an Katharina Anna Wieser und Simon Berz. Atelierstipendien in Berlin gehen an Patricia Jacomella Bonola, Marcel Huwyler und Ramon Bachmann. Ein viermonatiger Aufenthalt im Zentralschweizer Atelier in New York wird Gil Schneider zugesprochen.

Die Stipendiaten

Im Atelier in New York wird Komponist und Produzent Gil Schneider arbeiten. Seine Musik zwischen Konzert, Club und Ausstellungsraum stösst auf internationale Resonanz. Im Atelier Berlin wechseln sich die folgenden Personen ab: Die bildende Künstlerin Patricia Jacomella Bonola interessiert sich für die soziale Funktion von Kunst. In Berlin möchte sie gezielt Weiterbildungsangebote nutzen. Ausserdem sucht sie den Austausch mit anderen Kunstschaffenden und plant spartenübergreifende Projekte zu realisieren. Der Journalist und Krimiautor Marcel Huwyler plant in Berlin an der Fortsetzung seines ersten Romans zu schreiben und weitere Buchprojekte zu verfolgen. Ramon Bachmann macht Gebrauchskunst und ist im Kanton Zug präsent durch seine Raum- und Fassadengestaltung. In Berlin möchte er sich im Bereich Street Art weiterentwickeln. Die bildende Künstlerin Katharina Anna Wieser wird das «Atelier Flex»-Stipendium nutzen, um sich für drei Monate in Wien niederzulassen. Dort möchte sie eine raumspezfische Installation in einer Ausstellung realisieren und Veranstaltungen an der Kunsthochschule «Die Angewandte» besuchen. Der Musiker Simon Berz wird für sechs Monate nach Texas reisen, um dort weiter an Klangkunst zu experimentieren und mit dem Musiker Rob Mazurek eine Zusammenarbeit zwischen Marfa und der ehemaligen Schokoladenfabrik Cima Norma im Tessin zu initiieren.

Die Atelierstipendien in Berlin und New York erlauben Künstlerinnen und Künstlern, sich in einem städtisch lebendigen Umfeld und in einer stimulierenden Atmosphäre intensiv einem Projekt oder dem freien künstlerischen Schaffen widmen zu können. Das «Atelier Flex» ist nicht an ein existierendes Atelier gebunden, sondern bietet als Reisestipendium die Möglichkeit, ortsspezifische Projekte zu realisieren. Alle Ateliers bieten den Stipendiatinnen und Stipendiaten die Möglichkeit, während mehrerer Monate aus dem vertrauten Umfeld herauszutreten, sich dem internationalen Vergleich zu stellen und besonders im Hinblick auf den weiteren Verlauf ihrer Karrieren Kontakte zu knüpfen.

Der Kanton Zug unterhält seit Oktober 1997 ein Wohnatelier in Berlin und vergibt dieses für einen mehrmonatigen Aufenthalt (vier bis sechs Monate). Zur Förderung von Kunstschaffenden aller Sparten unterhalten die Zentralschweizer Kantone Schwyz, Uri, Nidwalden, Obwalden und Zug seit März 2000 gemeinsam ein Wohnatelier in New York. Ausserdem können sich seit 2013 professionelle Zuger Kunstschaffende aller Sparten um ein Reisestipendium «Atelier Flex» bewerben. Das «Atelier Flex» ist nicht an ein existierendes Atelier gebunden. Alle Ateliers werden aus dem Lotteriefonds finanziert. 2019 sind insgesamt 18 Bewerbungen für die Zuger Atelierstipendien eingegangen.