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Zuger mit zu vielen Baustellen

Der Fussball-Erstligist Zug 94 hat mehrere Probleme zu lösen. Sportchef Dusan Ilic spricht die wunden Punkte an.
Martin Mühlebach

Nach dem 1:0-Startsieg zu Hause gegen Buochs verlor Zug 94 in Schötz mit 2:3. Und am vergangenen Samstag verpasste Muttenz der Elf von Trainer Ergün Dogru auf der heimischen Hertiallmend eine schallende 0:3-Ohrfeige. Der Zuger Sportchef Dusan Ilic moniert: «Unserer Mannschaft mangelte es an Leidenschaft. Muttenz wurde der Sieg leicht gemacht. In der 14. Minute liessen wir uns nach einem Ballverlust im Mittelfeld naiv auskontern. Der Basler Manuel Alessio bekundete keine Mühe, seine Farben 1:0 in Front zu schiessen.»

In der 73. Minute, wiederum nach einem leichtfertigen Ballverlust, erhöhte Alessio auf 2:0, ehe Srdan Sudar in der 96. Minute mittels Foulpenalty den Baslern einen indiskutablen 3:0-Auswärtssieg bescherte. Ilic betont: «Wir haben es den Paraden unseres Torhüters Mario Pastore zu verdanken, dass wir noch mit einem blauen Auge ­davonkamen.»

Verletzungshexe hat zugeschlagen

Zu hoffen wäre, dass die Zuger den dürftigen Auftritt gegen Muttenz als Betriebsunfall abhaken können. Daran zweifelt aber selbst Sportchef Ilic. Er gibt offen zu, dass noch zu viele offene Baustellen vorhanden sind. «Unserer Vereinsphilosophie und unserem Budget entsprechend haben wir den Wegzug von erfahrenen Spielern mit jungen Kräften kompensiert. Nun müssen wir versuchen, mit den jungen Wilden und den verbliebenen Routiniers eine gute Mischung zu finden.» Das sei aber alles andere als einfach, weil die Verletzungshexe zugeschlagen habe. Ilic erklärt: «Der von Wettswil-Bonstetten neu verpflichtete Raphael Mollet, der die Innenverteidigung verstärken sollte, zog sich im ersten Ernstkampf einen Kreuzbandriss zu. Mollet wird während der gesamten Vorrunde ausfallen.» Zu allem Überfluss käme, dass mit Julian Wüest ein weiterer Innenverteidiger wegen einer in der vergangenen Saison erlittenen Verletzung nicht die ganze Vorbereitung habe absolvieren können und nun mangels Alternativen spielen müsse. Ebenfalls wegen einer gravierenden Verletzung sei die geplante Rückkehr des ehemaligen Zuger Topstürmers Skumbim Sulejmani vom SC Kriens nicht zu Stande gekommen.

Der Zuger Sportchef sagt: «Wir müssen uns nochmals auf dem Transfermarkt umsehen. Wir brauchen noch dringend einen guten Verteidiger. Wünschenswert wäre zudem, noch einen Stürmer verpflichten zu können. Ich hoffe», so Ilic, «beim SC Kriens fündig zu werden.» Handlungsbedarf besteht auch an der Spitze der Vereinsführung. Präsident Beat Knoblauch hat schon länger bekannt gegeben, dass er an der im Oktober stattfindenden Generalversammlung zurücktreten werde. Ein geeigneter Nachfolger wurde bislang noch nicht gefunden. Dies rundet den derzeit ­unbefriedigenden Zustand bei Zug 94 ab.

Am Donnerstag steht für Zug 94 das Auswärtsspiel gegen Goldau auf dem Programm. Ilic sinniert: «Die Schwyzer, die bislang erst einen Zähler auf ihrem Konto haben, werden alles in die Waagschale werfen, um den ­ersten Saisonsieg realisieren zu können. Wir müssen versuchen, über den Kampf ins Spiel zu finden, zumal ich einen offenen Schlagabtausch erwarte.» Zug 94 wird wohl auf seinen Torhüter Mario Pastore verzichten müssen, der am Samstag im Spiel gegen Muttenz kurz vor dem Schlusspfiff zum zweiten Mal verwarnt und vom Platz ­gestellt wurde.

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