ZUGER OBERGERICHT: Anastasia wurde von ihrer Mutter umgebracht

Hat sie oder hat sie nicht? Sie hat es getan, sagt das Obergericht. Aber nicht, weil man der 36-jährigen Russin den Mord an der eigenen Tochter nachweisen kann.

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Ohne neue Erkenntnisse ging der Fall Anastasia gestern in Zug in Berufung. Bislang war unklar, wer das 6-jährige Mädchen im Mai 2004 in Steinhausen umbrachte. Die Mutter der Kleinen, eine 36-jährige Russin, war vor einem Jahr vor dem Zuger Strafgericht freigesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft war von deren Schuld aber überzeugt und zog das Urteil weiter.

Mit Erfolg: Die Mutter wurde im Indizienprozess der vorsätzlichen Tötung für schuldig befunden. Sie habe ihre Tochter erdrückt und so erstickt, allerdings bleibt der Tathergang noch immer im Dunkeln.

Bis zu 14 Jahre Freiheitsstrafe drohen der früheren Prostituierten nun. Das Gericht hat sich bezüglich der Strafdauer aber noch nicht festgelegt: Ein psychologisches Gutachten wurde angeordnet.

Chantal Desbiolles

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung.