Zuger Pilger in Syrien mit Waffe bedroht

Die Pilger aus Zug sind in Jordanien angekommen. Zuvor hatten sie Bekanntschaft mit der Polizei gemacht – der offiziellen, der geheimen und der selbst ernannten.

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Die vier Pilger im Kloster Deir Mar Musa (von links): Esther Rüthemann, Christian Rutishauser, Hildegard Aepli und Franz Mali. (Bild: PD)

Die vier Pilger im Kloster Deir Mar Musa (von links): Esther Rüthemann, Christian Rutishauser, Hildegard Aepli und Franz Mali. (Bild: PD)

Seit ein paar Tagen sind Christian Rutishauser und seine Mitpilger Esther Rüthemann, Hildegard Aepli und Franz Mali aus Zug in der jordanischen Hauptstadt Amman und erholen sich von den Erlebnissen in Syrien. Am 7. November sind die vier Pilger ins krisengeschüttelte Land eingereist. Und von diesem Moment an, waren sie keinen Augenblick unbeobachtet. «Der Geheimdienst hat uns auf Schritt und Tritt überwacht», sagt Christian Rutishauser.

Die ständige Präsenz der Geheimpolizei hatte allerdings auch ihr Gutes. So zum Beispiel am 11. November: «Ein selbst ernannter Polizist hat uns mit einer Waffe bedroht», erzählt Christian Rutishauser vom bis anhin nervenaufreibendsten und gefährlichsten Erlebnis auf der Reise. Die Geheimpolizei ist schliesslich eingeschritten und hat die vier Pilger beschützt. Dem syrischen Regime sei es ungemein wichtig, dass die wenigen Touristen im Land sich sicher fühlten. In den Tagen nach dem Zwischenfall seien sie ständig von einem Polizisten begleitet worden.

«Ich bereue nicht, dass wir beschlossen haben, durch Syrien zu pilgern. Es gehört zum Pilgern, Hindernisse anzunehmen», sagt Rutishauser. Bis am 17. Dezember werden sich die vier Pilger in Amman erholen – nach über 4100 zurückgelegten Kilometern. Dann werden rund 25 Menschen aus der Schweiz anreisen, um gemeinsam die letzten fünf Etappen bis nach Jerusalem zu pilgern.

Silvan Meier

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