Zuger Polizei warnt vor K.O.-Tropfen

Gleich drei jungen Partybesuchern wurde in den vergangenen Wochen wohl unbemerkt K.O.-Tropfen ins Getränk gemischt. Die Zuger Polizei rät darum, während der Fasnachtszeit besonders gut auf seinen Drink zu achten.

Drucken
Teilen
Party in Zug. (Symbolbild Bruno A. Arnold/Neue ZZ)

Party in Zug. (Symbolbild Bruno A. Arnold/Neue ZZ)

Die Aussagen der drei Betroffenen ähneln sich alle: Nach nicht übermässigem Alkoholkonsum verspüren die Opfer plötzlich Schwindel, gepaart mit Übelkeit und unkontrollierten Handlungen. Was folgt sind Erinnerungslücken von mehreren Stunden.

«Körper gehorcht nicht mehr»

Eine 20-jährige Frau berichtete nach einer Fasnachtsparty Ende Februar 2011 in Steinhausen: «Ich hatte das Getränk noch nicht einmal fertig getrunken, da gehorchte mir mein Körper nicht mehr. Danach weiss ich nichts mehr. Erst mehrere Stunden später, am nächsten Morgen, kam ich wieder zu mir.» Die junge Frau hatte Glück. Sie wurde sofort von ihren Freunden betreut.

Bei einem 21-jährigen Mann in Zug endete die Erfahrung mit K.O.- Tropfen Mitte Januar 2011 gar im Spital. Nach Stunden der Bewusstlosigkeit draussen an der Kälte wurde er von Passanten unterkühlt aufgefunden. Sein leeres Portemonnaie wurde später auf einer Wiese gefunden.

Auch ein 22-jähriger Mann landete im Spital, der an derselben Party nach geringem Alkoholkonsum plötzlich die Kontrolle über sich verlor, davon lief und in ein Bachbett stürzte. Glücklicherweise wurde er durch seine Kollegen schnell gefunden.

Besondere Vorsicht geboten

Die Zuger Polizei rät deshalb dringend, sein Getränk nie aus den Augen zu lassen. Auch während der Fasnachtszeit in den kommenden Tagen gelte es, besonders vorsichtig zu sein, keine Getränke von Fremden anzunehmen und bei plötzlich auftretendem Schwindel sofort einen Arzt zu benachrichtigen.

pd/bep