Zuger Polizei wird um 11 Personen aufgestockt

Der Zuger Kantonsrat hat elf neue Personalstellen für die Zuger Polizei bewilligt. Damit soll die Polizei Präsenz markieren. Zudem müssen Veranstalter künftig nicht mehr die ganzen Polizeikosten selber bezahlen.

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Zwei Polizisten in der Zuger Altstadt auf Patrouille. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Zwei Polizisten in der Zuger Altstadt auf Patrouille. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Noch in diesem Jahr sollen sechs zusätzliche Stellen, bis 2014 insgesamt elf neue Stellen geschaffen werden. Sechs davon sind primär für die Stadt Zug vorgesehen. Der Kantonsrat hat in seiner Sitzung vom Donnerstag einen entsprechenden Antrag der Regierung mit deutlicher Mehrheit mit 67 zu 3 Stimmen gut geheissen.

Polizei soll stärker präsent sein

Mit den zusätzlichen Stellen sollen vor allem wieder mehr Patrouillen ermöglicht werden. Motionäre aus allen politischen Lagern hatten in Vorstössen gefördert, dass die Zuger Polizei stärker präsent sein soll. So verlangte die Alternative-die Grünen acht zusätzliche Stellen alleine für die Stadt Zug: Umfragen zufolge habe die Bevölkerung ein Bedürfnis nach mehr Polizeipräsenz.

Der Kantonsrat sprach sich dafür aus, die Polizeistellen in den Gemeinden zu erhalten. Einig war man sich im Kantonsrat aber, dass die Polizeidienststelle Oberägeri aufgehoben und mit der Polizeidienststelle Unterägeri zusammengelegt werden soll.

Veranstalter und Kanton teilen sich die Polizeikosten

Intensiv diskutiert wurde zudem eine Motion der CVP, welche die Polizeikosten betraf: Die Motionäre verlangten, dass die Sicherheitskosten für sportliche, kulturelle oder kirchliche Anlässe nicht mehr von den Veranstaltern selber bezahlt werden müssen. Oft scheitere ein Anlass eines Vereins oder einer kleinen Organisation an den hohen Sicherheitskosten.

Forderung nach Kostenerlass chancenlos

Die Forderung nach Kostenerlass ging dem Rat aber zu weit. Dies vor allem, weil er auch für Spiele des Eishockeyclubs Zug gelten würde, an denen hohe Sicherheitskosten anfallen. Der Rat einigte sich mit 40 zu 12 Stimmen auf einen Vorschlag der vorberatenden Kommission: Der Veranstalter bezahlt 60 Prozent der Polizeikosten, der Kanton 40 Prozent.

sda/ks