Zuger Regierung mahnt Rohstoffmultis zu Dialog

Die jüngst in die Kritik gekommenen Rohstoffmultis mit Sitz im Kanton Zug sollen laut Kantonsregierung zur Lösung von Konflikten in den Produktionsländern beitragen. Im Parlament war am Donnerstag die Kritik an den Unternehmen ein Thema.

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In Peru sind im Zuge einer Demonstration gegen den Rohstoffmulti Xstrata vier Menschen getötet worden. (Bild: Keystone / EPA)

In Peru sind im Zuge einer Demonstration gegen den Rohstoffmulti Xstrata vier Menschen getötet worden. (Bild: Keystone / EPA)

In Peru sind im Zuge einer Demonstration gegen den Rohstoffmulti Xstrata vier Menschen getötet worden. (Bild: Keystone / EPA)

In Peru sind im Zuge einer Demonstration gegen den Rohstoffmulti Xstrata vier Menschen getötet worden. (Bild: Keystone / EPA)

Auslöser war eine Interpellation der Alternativen-die Grünen. Sie forderten die Kantonsregierung auf, Stellung zu nehmen zur Kritik, die etwa von Hilfswerken komme. Diese werfen den Rohstoffmultis unter anderem Verletzung von Arbeitsrechten, Zwangsvertreibung von Arbeitern und Umweltverschmutzung vor.

Vergangene Woche waren im Zuge einer Demonstration in Peru gegen ein Zuger Bergbauunternehmen vier Menschen getötet worden. Regierungsrat Matthias Michel (FDP) äusserte darüber sein Bedauern. Er erwarte von den Unternehmen, dass sie mit der einheimischen Bevölkerung im Dialog stünden und zur Lösung von Konflikten beitrügen.

Zur Interpellation sagte Michel, es sei Sache der internationalen Staatengemeinschaft, Defiziten entgegenzuwirken. Der Kanton Zug sei nicht der geeignete Ansprechpartner. Aktivitäten auf kantonaler Ebene seien nicht zielführend und nicht wirksam.

Dass Defizite bestünden, sei bekannt, sagte Michel. Inwieweit Hilfswerke aber die Realität richtig wiedergäben, könne die Regierung nicht beurteilen. Sie sei auf Auskünfte der internationalen Staatengemeinschaft angewiesen.

FDP und SVP begrüssten die regierungsrätliche Antwort. Der Kanton Zug müsse den Firmen Sorge tragen. Es dürfe nicht sein, dass wegen «lokaler Wadenbeisser» das Risiko entstehe, dass die Unternehmen den Kanton verliessen.

sda