Zuger Regierung nimmt Stellung zu Geschwindigkeitskontrollen in Morgarten

Der Regierungsrat nimmt Stellung zu einer Kleinen Anfrage der SVP-Fraktion.

Cornelia Bisch
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Die SVP-Fraktion Zug reichte am 20. Februar eine Kleine Anfrage betreffend Geschwindigkeitskontrollen beim Zuger Regierungsrat ein. Dabei handelt es sich um Fragen rund um die Stationierung einer Geschwindigkeitsmessanlage an der Sattelstrasse 25 bis 27 in der Gewerbezone Morgarten Anfang Dezember 2019.

Die Stellungnahme des Regierungsrats liegt nun vor. Die SVP-Fraktion wollte wissen, aufgrund von welchen Parametern der Messstandort in Morgarten festgelegt worden sei. Falls der Regierungsrat als Antwort auf ein Begehren aus der Bevölkerung, einer Gemeinde oder des Bundesamtes für Strassen (Astra) verweise, möge er zum Inhalt des Begehrens nähere Ausführungen machen, forderte die SVP.

Riskante Überholmanöver am Messstandort

«Der Messstandort in Morgarten überwacht einen Bereich mit drei teilweise unübersichtlichen Einmündungen», schreibt der Regierungsrat in seiner Stellungnahme. Im überwachten Bereich bestehe neben Privat- und Ausflugsverkehr auch Schwer- und Landwirtschaftsverkehr. Zudem sei die Strecke eine beliebte Route für Motorräder, vor allem solange die Pässe noch nicht offen seien. «Die Zuger Polizei hat festgestellt, dass das Zusammentreffen dieser Fahrzeug- und Verkehrsarten zu riskanten Überholmanövern – zum Teil auch über die Sperrfläche hinaus – führt», erläutert der Regierungsrat das Vorgehen.

Zwei Unfälle in den letzten fünf Jahren

Die Frage der SVP, wie oft in den letzten fünf Jahren an diesem Standort eine Geschwindigkeitsmessanlage stationiert worden sei und wie hoch die Erträge der Bussen ausgefallen seien, beantworte der Regierungsrat folgendermassen: «In den letzten fünf Jahren wurden fünf Messungen durchgeführt, wobei ein Bussenbetrag von 100880 Franken verzeichnet wurde.» Weiter wollte die SVP-Fraktion wissen, wie oft es an diesem Standort im gleichen Zeitraum zu Unfällen gekommen sei, wobei sie eine Präzisierung nach Art der Unfälle sowie der involvierten Verkehrsteilnehmer verlangte.

Es sei in den letzten fünf Jahren zu zwei Unfällen in diesem Bereich gekommen, erwiderte der Regierungsrat. «Der erste Unfall war ein Schleuder- oder Selbstunfall, bei dem ein Personenwagen gegen ein Hindernis ausserhalb der Fahrbahn prallte.» Der zweite sei ein Auffahrunfall zwischen zwei Personenwagen gewesen.