Zuger Regierung soll beim Thema Bus die Führung übernehmen

Im Zuger Kantonsrat war am Donnerstag, 27. Februar, auch ein Vorstoss zur Busbeschaffung der Zugerland Verkehrsbetriebe AG traktandiert.

Laura Sibold
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Mit ihrem Postulat wollten vier GLP-Kantonsräte den Regierungsrat beauftragen, sich bei der ZVB für eine zukunftsorientierte Busbeschaffung einzusetzen, respektive die ZVB davon abzubringen, auf Vorrat neue Busse mit veralteten und umweltschädlichen Dieselmotoren zu kaufen. Die ZVB reagiere bereits mit Bedacht und sei in Sachen Elektromobilität auf Kurs, schreibt die Regierung in ihrem ausführlichen Bericht, weshalb man das Postulat erheblich erklären und als erledigt abschreiben solle.

Mit der Antwort des Regierungsrates zeigte sich Postulant Martin Zimmermann (GLP/Baar) zwar grösstenteils zufrieden. «Wir haben aber generell nach umweltfreundlicheren Technologien gefragt, womit auch Hybrid- und Wasserstoffantriebe gemeint waren. Da fielen die Antworten mager aus.» Darüber hinaus lasse der Regierungsrat im Bericht seine Verantwortung und einen klaren Lead gegenüber der ZVB vermissen, betonte Zimmermann. Im Namen der Postulanten und der CVP-Fraktion stellte er daher einen Antrag, das Postulat noch nicht als erledigt abzuschreiben.

Antrag kommt durch dank Rückendeckung der SP

SVP, FDP und auch Baudirektor Florian Weber (FDP) sprachen sich klar gegen den Antrag aus: «Staatliche Interventionen wären bei der gut durchdachten Strategie der ZVB AG völlig verfehlt», betonte Weber, jedoch vergeblich. Dank Rückendeckung der SP-Fraktion wurde das GLP-Postulat erheblich erklärt und mit 31 zu 33 Stimmen nicht abgeschrieben.