Zuger sagen Ja zu «Wohnen in Zug für alle»

In der Stadt Zug soll es mehr bezahlbare Wohnungen geben. Die Stimmberechtigten haben am Sonntag überraschend die Volksinitiative «Wohnen in Zug für alle» eines links-grünen Komitees mit einem Ja-Anteil von 52,2 Prozent angenommen.

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In der Stadt Zug soll günstiger Wohnraum entstehen. (Archivbild Neue ZZ)

In der Stadt Zug soll günstiger Wohnraum entstehen. (Archivbild Neue ZZ)

4131 Stimmende votierten für die Vorlage, 3787 stimmten dagegen. Die Stimmbeteiligung betrug 49,3 Prozent. Die Mehrheit des Grossen Stadtrates, der Stadtrat sowie FDP, CVP und SVP hatten die Initiative zur Ablehnung empfohlen. Hinter das Anliegen gestellt hatten sich SP, CSP und Alternative - die Grünen.

Die Volksinitiative fordert Massnahmen zum Erhalt und zur Schaffung von preisgünstigen Wohnungen und die Förderung des gemeinnützigen und genossenschaftlichen Wohnungsbaus. Neben der Unterstützung der Wohnbaugenossenschaften bei der Landbeschaffung sollen weitere Zonen für den preisgünstigen Wohnungsbau ausgeschieden werden.

Die Ja-Mehrheit zur Initiative mache deutlich, dass mangelnde und teure Wohnungen in der Stadt die Menschen beschäftigen und Lösungen gefordert werden, sagte Stadtpräsident Dolfi Müller (SP) nach Bekanntwerden des Resultates. Alleine die Kaufkraft dürfe kein Massstab sein, wer sich in Zug eine Wohnung leisten könne oder nicht.

Die Mehrheit des Stadtparlamentes hatte die Ansicht vertreten, die Initiative sei überflüssig. Sie entspreche im Wesentlichen der Wohnbaustrategie des Stadtrates. In der Stadt Zug seien seit 1981 über 1100 preisgünstige Wohnungen realisiert worden.

pd/zim