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Zuger Seebäder werden hundefreundlich

Wo kein Bademeister Dienst hat, darf der Vierbeiner an der Leine mit dabei sein.
Zoe Gwerder
In unbeaufsichtigten Seebädern sind neu auch Hunde erlaubt – allerdings während der Badesaison nur an der Leine.Bild: Maria Schmid (Zug, 29. Juli 2019)

In unbeaufsichtigten Seebädern sind neu auch Hunde erlaubt – allerdings während der Badesaison nur an der Leine.Bild: Maria Schmid (Zug, 29. Juli 2019)

Wenn sich in Zuger Seebädern Badetuch an Badetuch reiht, können neuerdings dazwischen auch Hunde vorkommen. Denn diese dürfen seit Anfang Juni offiziell dabei sein, wenn ihr Frauchen oder Herrchen baden geht – zumindest in den Badis ohne Bademeister: Trubikon, Tellen­örtli, Männerbad und Brüggli.

Der Grund ist die neue Badeordnung, welche neu «Benützungsordnung für Seebäder» heisst. Wie die zuständige Stadträtin Vroni Straub erklärt, musste diese aufgrund des neuen Reglements «Über die Benützung der öffentlichen Anlagen» erneuert werden. «Das Stadtparlament hat darin beschlossen, dass die Stadt auf öffentlichem Grund keine Hundeverbote erlassen kann. Einzig eine Leinenpflicht können wir vorschreiben.» Die neue Badeordnung gibt vor, dass in den beaufsichtigten Seebädern Seeliken und Strandbad während der Betriebszeiten keine Hunde mitgeführt werden dürfen. Und ausserhalb der Öffnungszeiten? «Ja, meiner Ansicht nach darf man das – es ist dann niemand da, der dies überwachen könnte.» Letzteres können übrigens nur die Bademeister. Die Wirte, welche in den Seebädern Verpflegung anbieten, haben diesbezüglich keine Kompetenzen. Die Polizei ist nicht zuständig für das Durchsetzen der Badeordnung.

Während der Saison auch im Wasser an der Leine

In den unbeaufsichtigten Seebädern dürfen die Hunde zwar rein, jedoch nicht frei herumlaufen. Es gilt Leinenpflicht. Auch im Wasser. Jedoch nur während der Badesaison, welche im Amtsblatt publiziert wird.

Die Neuerung hat gemäss Straub auch schon zu einigen Rückmeldungen von Personen geführt, die diese nicht verstehen. Denn für viele kam sie unvermittelt – die Stadt informierte nicht über die neue Badeordnung. So wurden die Verbotsschilder für Hunde einfach entfernt und auf dem Internet die Informationen entsprechend angepasst, wie Straub erklärt. Einen Grund für das Auslassen der Information habe es nicht gegeben. «Im Nachhinein gesehen hätte es sich gelohnt, die Neuerung von uns aus zu kommunizieren», zeigt sich Straub einsichtig.

Baden zur Musik ist nun möglich

Dass neu Hunde in einen Teil der Zuger Badis mitgenommen werden dürften, ist jedoch nicht die einzige Neuerung der neuen Badeordnung. Neben Hundehaltern kommen auch jene, die zum Badespass gerne Musik hören, zum Handkuss. Sie dürfen sich in den Badis ohne Bademeister nun berieseln lassen – und nicht nur über Kopfhörer wie bisher. Wie «Zentralplus» schreibt, hatte es unter der alten Badeordnung, insbesondere im Brüggli, wegen der Beschallung immer wieder Konflikte unter den Besuchern gegeben, und Polizeipatrouillen dazu gebracht, Musikfreunde mit Geldstrafen zu belegen. Nun müssen diese sich also nicht mehr vor Repressalien fürchten.

Stärker in die Pflicht genommen werden hingegen nun Eltern in der Seeliken und dem Strandbad. So dürfen Kinder unter 10 Jahren nur in Begleitung Erwachsener in die Badi. «Unsere Bademeister haben immer wieder erlebt, dass Eltern beispielsweise ihre Kinder in der Badi lassen und Einkaufen gehen», begründet Straub die Vorschrift. Zudem kenne man diese auch in den Nachbarkantonen Zürich und Luzern.

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