ZUGER SEEFEST: Stadtrat soll Verantwortung übernehmen

Die SVP-Fraktion des Grossen Gemeinderates will, dass der Stadtrat den Grossanlass sichert. Er müsse finanzielle und rechtliche Voraussetzungen dafür schaffen.
Wann es in Zug wieder ein Feuerwerk gibt, ist ungewiss. (Bild: Christian H. Hildebrand (Zug, 24. Juni 2017))

Wann es in Zug wieder ein Feuerwerk gibt, ist ungewiss. (Bild: Christian H. Hildebrand (Zug, 24. Juni 2017))

Die SVP will den Stadtrat in Sachen Seefest in die Pflicht nehmen. Die Fraktion des Grossen Gemeinderates fordert die städtische Exekutive in einem Postulat, das sie am vergangenen Montag eingereicht hat, auf, die Organisation des traditionellen Festes diesen Sommer sowie in den kommenden Jahren mit Dritten operativ, organisatorisch und finanziell sicherzustellen.

Der Stadtrat soll zudem die geltenden Regelungen und die bisherige Finanzierung – die Stadt beteiligte sich in den vergangenen Jahren jeweils mit rund 100 000 Franken an dem Anlass – anpassen und dem Grossen Gemeinderat eine entsprechende Vorlage unterbreiten. Weiter müsse der Stadtrat dafür besorgt sein, dass die neuen Organisatoren des Seefestes die benötigte «grosszügige» materielle und organisatorische Unterstützung erhalten, unter anderem durch den Werkhof oder das Departement Soziales Umwelt und Sicherheit in Sachen Bewilligungen.

Stadtrat soll finanzielle Voraussetzungen schaffen

Für die SVP ist zentral, dass das grösste Volksfest im Kanton «langfristig und nachhaltig» erhalten werden kann. «Wir sind dezidiert der Meinung, dass die Tradition des Seefestes für die Zugerinnen und Zuger weiterzuführen ist – dafür soll die Stadt Zug rechtliche und finanzielle Voraussetzungen schaffen.» So soll das «hohe finanzielle Risiko», das vor allem mit dem Wetter zusammenhänge, minimiert und das freiwillige Engagement von Organisatoren und Helfern direkt und indirekt belohnt werden, führt die Fraktion aus.

Das Zuger Seefest steht derzeit vor dem Aus. Am 25. Januar gab die Freiwillige Feuerwehr (FFZ) der Stadt Zug, die bisherige Organisatorin, bekannt, dass sie das Fest nicht mehr organisieren und durchführen wird. Vor allem aus personellen Gründen. Auch die Finanzen und der gesamte organisatorische Aufwand spielten bei dem Entscheid jedoch eine Rolle. Es gibt aber Hoffnung für das Volksfest mit Feuerwerk. Wenige Tage nach der Bekanntgabe der FFZ sagte Daniel Schärer, dass er mit seinem Verein Zug Sports bereit wäre, in die Bresche zu springen und den Grossanlass zu organisieren, und zwar bereits in diesem Jahr (Ausgabe vom 31. Januar). Ob dies klappt, hängt unter anderem von der Stadt Zug ab. Mit dieser führt Schärer derzeit Gespräche.

st

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