ZUGER SEEUFER: Geht es den Hirschen an den Kragen?

Seit 1898 äsen Hirsche am Zuger Seeufer. Es gibt Pläne, dies zu ändern.

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Tierpfleger Theodor Iten beim Füttern. (Werner Schelbert / Neue ZZ)

Tierpfleger Theodor Iten beim Füttern. (Werner Schelbert / Neue ZZ)

Seit 1898 erfreut der Hirschgarten samt Gitterwerk die Zuger am Seeufer. Doch für wie lange noch? Denn es gibt Visionen – zumindest raumplanerischer Art –, dies zu ändern.

Im Bericht für die Anpassung des kantonalen Richtplans in Sachen neues Kunsthaus wird nämlich eine «denkbare Erweiterung» des Bauareals in Betracht gezogen. «Östlich neben dem geplanten Kunsthaus liegt eine private Liegenschaft in einer Wohnzone, gefolgt vom Rehpark, welcher wiederum in einer Zone für öffentliche Bauten und Anlagen liegt», heisst es da im Bericht.

«Um auch langfristig eine Erweiterung des Museums nach Osten zu ermöglichen, sollte die Stadt mittelfristig eine Anpassung des Zonenplans diskutieren.» Soll das Hirschgehege also irgendwann verschwinden  ?

Vorerst müssen die Hirsche wohl nicht um ihren Platz fürchten. Kunsthaus und Hirschgarten sollen nebeneinander bestehen können. Das zumindest versichert Baudirektor Heinz Tännler. «Im Fall der denkbaren Erweiterung handelt es sich tatsächlich um ein reines Gedankenkonstrukt.»

Wolfgang Holz