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Zuger Skandal weitet sich aus

Kaum ist der städtische Finanzchef Ivo Romer zurückgetreten, gerät der Rest des Zuger Stadtrats ins schiefe Licht.
Der Zuger Stadtpräsident Dolfi Müller. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Der Zuger Stadtpräsident Dolfi Müller. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Hat der Zuger Stadtrat von den mutmasslichen Veruntreuungen Ivo Romers gewusst – und diese gar gedeckt? Wie neue Veröffentlichungen der «Weltwoche» zeigen, hatten Stadtpräsident Dolfi Müller und Stadtschreiber Arthur Cantieni die Vermögensverhältnisse der von Ivo Romer betreuten älteren Dame als korrekt befunden. Dies im Rahmen einer Abklärung der Vormundschaftsbehörde über die Zurechnungsfähigkeit von Alice Erika de Beaufort. «Meine Unterschrift unter dem damaligen Schreiben hat nichts mit einer Zustimmung für irgendjemand zu tun», rechtfertigt sich Zugs Stadtchef. Es handle sich um die normale Unterzeichnung eines Beschlusses des Gesamtstadtrates, «wie das der Stadtschreiber und ich hundertfach tun. Ob Romer irgendetwas abgezweigt hat, sollen die Gerichte prüfen. Wir sind doch keine Schnüffelbehörde.»

Parteien fordern Untersuchung

Verantwortlich für den Bericht der Vormundschaftsbehörde ist Müllers Stadtratskollege Andreas Bossard. Der Vorsteher der Abteilung Soziales, Umwelt, Sicherheit, weist aber wie Müller jede Schuld von sich. Bei der ersten Anhörung der Dame hat er sich sogar bewusst entschuldigt: «Ich wollte mich nicht dem Vorwurf aussetzen, ich sei befangen, weil ich als Politiker einen Politiker zu beurteilen habe.»

Die Zurückhaltung des Stadtrates ruft nun die Parteien auf den Plan. Sie fordern Klarheit in der Affäre rund um den mittlerweile abgetretenen Finanzchef. «Jetzt muss einfach alles auf den Tisch», verlangt Jolanda Spiess-Hegglin von der Alternative-die Grünen. CVP und SVP wollen den Stadtrat noch stärker un-
ter Druck setzen – mit einer P arlamentarischen Untersuchungskommission.

red

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