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Zuger Spitalplanung soll Kostenwachstum bremsen

2022 wird im Kanton Zug eine überarbeitete Spitalliste in Kraft treten, welche auf vordefinierten Grundsätzen basiert. Damit will der Kanton einerseits das hohe Niveau der Versorgung weiterhin gewährleisten und andererseits das Kostenwachstum eindämmen.
Die Kosten in den Zuger Spitälern sollen eingedämmt werden. Im Bild das Kantonsspital Baar. (Bild: Werner Schelbert)

Die Kosten in den Zuger Spitälern sollen eingedämmt werden. Im Bild das Kantonsspital Baar. (Bild: Werner Schelbert)

(fae) Die aktuell geltende Spitalliste ist per 1. Januar 2012 gleichzeitig mit der neuen Spitalfinanzierung in Kraft gesetzt worden. In diesen sieben Jahren sind laufend technische wie konzeptionelle Anpassungen erfolgt. Zehn Jahre nach Inkrafttreten der geltenden Spitalliste – Anfang 2022 –, wird der Regierungsrat eine neue Spitalliste erlassen, wie er in einer Mitteilung schreibt. Dafür werden sämtliche Leistungsaufträge neu ausgeschrieben, auch die bisherigen.

Die Erarbeitung der Spitalliste 2022 erfolgt nach einem genauen Ablauf. Als erstes wird eine Bedarfsanalsye durchgeführt hinsichtlich stationärer medizinischer Leistungen, eine Prognose wird dabei erstellt für das Jahr 2030. Ein Versorgungsbericht mit den Ergebnissen wird bis Mitte 2020 vorliegen. In einem nächsten Schritt können sich Spitäler und Kliniken für die ausgeschriebenen Leistungsaufträge bewerben. Die Evaluation dieser Bewerbungen sowie die Vergabe der Leistungsaufträge im Rahmen der neuen Spitalliste erfolgen ab Januar 2021. Hauptkriterien für die Vergabe – so schreibt der Regierungsrat – sind insbesondere Wirtschaftlichkeit, Zugänglichkeit und Qulität. Um vor allem Letzterem besonderes Gewicht zu verleihen, hat die Gesundheitsdirektion bereits im Herbst 2019 ein Projekt lanciert, um gemeinsam mit den Leistungserbringern entsprechende Kriterien zu bestimmen, welche aussagekräftig, klar messbar und breit akzeptiert sind. Die Ergebnisse dieses Projektes werden direkt in den Prozess der Spitalplanung einfliessen.

Da der Regierungsrat auf die Spitalplanung 2022 explizit «gestaltend» Einfluss nehmen will, hat er Grundsätze für die sogenannt akutsomatische Spitalversorgung erarbeitet, welche den Rahmen für die Vergabe der Leistungsaufträge im stationären Bereich definieren. Die Auflistung besagt unter anderem, dass die Grundversorgung wohnortnah sichergestellt sein muss, die Spitalplanung mit den Nachbarkantonen koordiniert und für Leistungen der Grundversorgung eine Konzentration angestrebt wird. Weiter sollen für Leistungen der Spezialversorgung bei Bedarf mehrere Leistungserbringer berücksichtigt werden. Für medizinische Leistungen mit marginalem Bedarf kann auf die Vergabe eines Leistungsauftrages verzichtet werden, die Vergütung erfolgt mittels Kostengutsprache.

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