Leserbrief
Zuger Stadtbahn: Hat man den Pionier schon vergessen?

Leserbrief zu «Die Pionierarbeit im öffentlichen Verkehr», Ausgabe vom 5. August

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In diesem Artikel vermisse ich den Namen des eigentlichen Pioniers der Zuger Stadtbahn: Martin Bütikofer. In der NZZ, Ausgabe 5. August 2002, wird er wie folgt gewürdigt:

«In Zug gilt der 41-Jährige an der Seite von Volkswirtschaftsdirektor Robert Bisig nach wie vor als Personifizierung des öffentlichen Verkehrs im Allgemeinen und der Stadtbahn im Besonderen. Tatsächlich ist das Projekt, dessen erster Etappe die Stimmenden im März 2001 mit grosser Mehrheit ihren Segen gaben, Bütikofers ureigenes Kind. Erstmals skizziert hatte er das Angebot mit mehr Zügen und mehr Haltestellen auf den SBB-Linien im Kanton in der Diplomarbeit, mit der er zu Beginn der 1990er-Jahre seine berufsbegleitende Weiterbildung zum Wirtschaftsingenieur abschloss. 1994 präsentierte er seine Vorschläge dem Regierungsrat. Der Skepsis gehorchend, deren er damals gewahr wurde, liess Bütikofer seine Pläne vorerst ruhen. Als ‹historisches Fenster›, durch das er sein Projekt definitiv auf die politische Bühne zu hieven vermochte, erkannte er die Revision des kantonalen Richtplans 1997. Die Integration des Vorhabens in die Raumplanung kam dem Lösen einer Bremse gleich. Regierungsrat und Kantonsrat begannen, Mittel zu sprechen. Ein Projektleiter wurde angestellt und ein Vorprojekt ausgearbeitet. Im September nun beginnt der Ausbau der Bahnanlagen, und Ende 2004 sollen die modernen Kompositionen den Kampf gegen den Stau im stark wachsenden Kanton aufnehmen.»

Alois Weber, Walchwil