Zuger Stadtgarten nimmt erste Hürde

Auf dem Areal des alten Zeughauses in Zug soll ein Stadtgarten entstehen. Der Kantonsrat winkte den Baukredit von 1,8 Millionen Franken am Donnerstag einstimmig durch. Kritisiert wurde die Kostenteilung mit der Stadt.

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So soll die obere Ebene des Zuger Stadtgartens aussehen (Bild: PD)

So soll die obere Ebene des Zuger Stadtgartens aussehen (Bild: PD)

Sämtliche Fraktionen sprachen sich für den Baukredit aus: Vor dem alten Zeughaus soll auf einer Fläche von 5500 Quadratmetern ein Stadtgarten entstehen. Der Park soll das Zeughausareal mit der neuen Studienbibliothek und der benachbarter Stadt- und Kantonsbibliothek verbinden.

Der Rat war sich einig: Der Kanton Zug kann sich die Verschönerung finanziell leisten. Einige Parlamentarier störten sich jedoch an der Art der Finanzierung: Das Projekt kostet 3,6 Millionen Franken, Stadt und Kanton wollen sich den Betrag je hälftig teilen. Der Staatswirtschaftskommission stiess diese Lösung sauer auf.

Baudirektor Heinz Tännler (SVP) verteidigte die Kostenteilung: Die Studien-, Stadt- und Kantonsbibliothek werden von Bewohnern aus dem ganzen Kanton genutzt, nicht nur von Stadtzugern.

Der Architekten-Entwurf sieht für den Stadtgarten drei Ebenen vor: Auf dem oberen Teil vor dem Zeughaus soll ein grosser Holz- Pavillon entstehen. Dort sind auch ein Wasserbecken, Sitzgelegenheiten und Veloparkplätze geplant. Die untere Ebene hinter der Altstadt-Häuserreihe soll frei bleiben. Im Hang dazwischen sind Treppen, Nischen und kleine Grünflächen geplant.

Ende März wird der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug über deren Teil des Kredits entscheiden. Ebenfalls Ende März wird der Kantonsrat in zweiter Lesung definitiv über den Kredit beschliessen. Sagen beide Parlamente Ja, beginnen die Bauarbeiten im Herbst 2012. Im Jahr 2013 soll der Park eröffnet werden.

sda