Zuger Stadtparlament stellt sich hinter den Ausbau der Schulanlage Herti

An der Sitzung vom Dienstag Ende Juni sprachen sich die Parlamentarier klar für die Erweiterung der Schulanlage Herti aus.

Andrea Muff
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Die Schulanlage Herti in Zug soll saniert und erweitert werden.

Die Schulanlage Herti in Zug soll saniert und erweitert werden.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 27. Mai 2020)

Die Bevölkerung wächst und wächst – und mit ihr auch die Schülerzahlen. So werden diese im Gebiet Zug West ebenfalls weiter ansteigen. Die Schulanlage Herti gerät jedoch bereits heute an ihre Kapazitätsgrenze. Der Stadtrat beantragte deshalb beim Grossen Gemeinderat der Stadt Zug (GGR) einen Wettbewerbskredit in der Höhe 630000 Franken für die Erweiterung und Sanierung der Schulanlage Herti. Mit einem zweistufigen Projektwettbewerb sollen die Erweiterung der Schulanlage Herti bis 2028/2029 und gleichzeitig die weitere Entwicklung bis 2033/2034 und darüber hinaus aufgezeigt werden. Ohne Gegenstimmen stellten sich die Ratsmitglieder in der Schlussabstimmung hinter die Vorlage. Die Bau- und Planungskommission (BPK) sprach sich für die Erhöhung des Wettbewerbskredits von 70000 Franken aus. Die Erhöhung wird von der Geschäftsprüfungskommission (GPK) unterstützt.

Schulanlage Herti platzt heute bereits aus allen Nähten

BPK-Präsident Richard Rüegg präzisierte am Dienstag, dass die 70000 Franken vom Planungskredit vorgezogen werden. So könne die Verwaltung nach dem Wettbewerb mit der Überarbeitung des Projekts beginnen. GPK-Präsident Philip C. Brunner hielt sich kurz und schloss sich den Anträgen seines Vorredners an. Bauchefin Eliane Birchmeier betonte in ihrem Votum nochmals, dass die Schulanlage Herti bereits heute aus allen Nähten. Die FDP-Stadträtin verwies weiter auf die Etappierung, nach welcher erst ein Neubau erstellt werde und danach die bestehenden Gebäude saniert und erweitert werden. Die geplante Erweiterung und Sanierung der Schulanlage Herti stiess bei den GGR-Mitglieder auf offene Ohren. Benny Elsener (CVP) freute sich etwa, dass nun endlich Bewegung ins Projekt komme. Er verwies weiter darauf, dass der Antrag der BPK zur Erhöhung des Wettbewerbskredits zwar eher ungewöhnlich sei, jedoch Zeit sparen werde. «Die CVP-Fraktion unterstützt deshalb die Krediterhöhung», sagte Elsener. Dieser Aufstockung standen alle Fraktionen – ausgenommen SVP – positiv gegenüber. SVP-Fraktionssprecher Jürg Messmer erklärte: «Es sind bereits rund 30000 Franken als Reserve aufgeführt. Die Erhöhung ist aus Sicht der SVP deshalb nicht nötig.» Mit 27 zu 7 Stimmen sprachen sich die GGR-Mitglieder für die Krediterhöhung aus.

FDP-Fraktionssprecher Daniel Blank lobte indes die Etappierung und Urs Bertschi (SP) betonte: «Wir stehen in Punkto Dringlichkeit mit dem Rücken zur Wand.» Monika Mathers (Alternative-CSP) möchte grosszügig planen, sodass man für die nächsten 60/70 Jahre ohne Provisorien auskommen soll. Für GLP-Sprecher Daniel Meyer stellte indes fest: «Die Provisorien werden schon zu Senioren.»

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