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Zuger Stadtrat droht mit rechtlichen Schritten

Verwirrung rund um die Podiumsdiskussion zum Zuger Millionenskandal: Hat der Zuger Stadtrat der «Weltwoche» für das Gespräch vom Mittwochabend nun zugesagt oder nicht? Es steht Aussage gegen Aussage.
Weder Stadtpräsident Dolfi Müller noch Stadtratskollege Andreas Bossard werden am Podiumsgespräch teilnehmen. Eine entsprechende Zusage habe es nie gegeben. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Weder Stadtpräsident Dolfi Müller noch Stadtratskollege Andreas Bossard werden am Podiumsgespräch teilnehmen. Eine entsprechende Zusage habe es nie gegeben. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Am Mittwoch veranstaltet die «Weltwoche» im Burgbachsaal in Zug (Beginn 19.30 Uhr) eine Podiumsdiskussion unter dem Titel: «Zuger Millionenskandal: Filz oder Betriebsunfall?». Laut Homepage des Magazins nehmen am Gespräch auch der Zuger Stadtpräsident Dolfi Müller und Stadtrat Andreas Bossrad teil.

Gemäss einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung der Stadt, habe es aber nie eine Zusage für die Veranstaltung gegeben: «Der Stadtrat hat (...) entschieden, an dieser ‹Klamauk-Veranstaltung› nicht teilzunehmen. Es gab zu keinem Zeitpunkt eine entsprechende Zusage an den Veranstalter.»

Rechtliche Schritte gegen Journalisten?

«Weltwoche»-Journalist Philipp Gut kann laut einem Bericht der «Neuen Zuger Zeitung» aber den Rückzieher des Stadtrates nicht nachvollziehen. Wenn der Zuger Stadtrat behaupte, es habe keine Zusage gegeben, dann sei dies eine «glatte Lüge». Laut Gut ist die Zusage des Stadtrats durch Stadtschreiber Arthur Cantieni am letzten Freitag, 19.05 Uhr, per Telefon erfolgt.

Dagegen wehrt sich nun die Stadt Zug. Am Mittwoch teilt sie mit: «Der Stadtrat verurteilt diese ehrverletzende Aussage aufs Schärfste und behält sich ausdrücklich auch rechtliche Schritte gegen den Weltwoche-Journalisten vor.» Zudem wird in der Mitteilung nochmals bekräftigt, dass weder Stadtpräsident Dolfi Müller noch Stadtrat Andreas Bossard eine Zusage für die heutige Veranstaltung gemacht hätten. Auch Stadtschreiber Arthur Cantieni habe dem Weltwoche-Journalisten Philipp Gut auf entsprechende Anfrage keine Zusage erteilt.

Dass auch auf der Webseite der Stadt Zug auf den Anlass hinweist, und auch dort die beiden Stadträte als Teilnehmer aufgelistet sind, impliziere keine Zusage. Der Veranstaltungshinweis sei von externer Seite, vom Veranstalter selber, ins Internet gestellt worden.

PUK soll Fall Romer aufklären

Am Dienstag wurde im Grossen Gemeinderat der Stadt Zug (GGR) die Einsetzung einer Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) zum Fall Romer beschlossen. Auch der Stadtrat begrüsse dieses Vorgehen. Zur angestrebten vollumfänglichen Klärung trage die Podiumsdiskussion der «Weltwoche» laut Meinung des Stadtrates wenig bei.

Auch die FDP Stadt Zug hat sich am Dienstagabend entschieden, nicht am Podium teilzunehmen. Ohne eine Teilnahme des Stadtrates sei die Veranstaltung nach Meinung der Partei hinfällig. An ihrer Teilnahme festhalten wollen Hugo Halter (CVP) und Jolanda Spiess-Hegglin (Alternative).

pd/st/bep

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