Zuger Stadtrat erntete Kritik: GGR-Mitglieder sind mit Verdankung unzufrieden

Jürg Messmer (SVP) verlangte in einem Postulat, der Stadtrat solle sich Gedanken machen, wie er künftig die Arbeit ehemaliger Amtsträger angemessen würdigen wolle. Er beantragte ablehnende Kenntnisnahme.

Harry Ziegler
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Unabhängig von der Haltung, wie sich die Stadt Zug bei Würdenträgern wie Gemeinderäten oder Kantonsräten für ihren Einsatz an der Gesellschaft bedankt – heute eher selten – die stadträtliche Antwort auf ein Postulat Jürg Messmers (SVP) erntete gestern Kritik. Messmer verlangte, der Stadtrat solle sich Gedanken machen, wie er künftig die Arbeit ehemaliger Amtsträger angemessen würdigen wolle.

Die Antwort des Stadtrats glich nach Meinung einiger Sprechender einem nichtssagenden Geschwurbel, wimmle von Worthülsen und sei generell unter der gewohnten Qualität stadträtlicher Antworten. «Die Antwort auf das Postulat ist, gelinde gesagt, beschämend», so Jürg Messmer. «Halbwahrheiten, Beschönigungen oder leere Worthülsen haben in einer Stadtratsantwort nichts zu suchen.» Er beantrage ablehnende Kenntnisnahme.

Unterstützung fand Messmer in seinem Anliegen einer angemessenen Verabschiedung durch SP-Gemeinderat Urs Bertschi. «Für einige Kolleginnen und Kollegen geht mit dem Ausscheiden aus dem Stadtparlament ein Lebensabschnitt zu Ende.» Ein Lebensabschnitt, der durchaus von Bedeutung sei. Zudem müsse man sich bewusst sein, dass die Gemeinderätinnen und -räte auch einige Zeit in die Ausübung ihres Amts investieren. Sich nun verschämt zu geben, man sei vom Volk gewählt, arbeite quasi zum Gotteslohn und ohne Dank – das sei falsch.

Das Stadtparlament nahm mit 19 zu 5 Stimmen wie beantragt ablehnend von der Antwort Kenntnis.