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Zuger Stadtrat kürzt Beitrag an Volieren

Der Grund sind Rückstellung des Betreiber-Vereins, welche nun abgebaut werden müssen.
Zoe Gwerder
Zwei Papageien in der Zuger Voliere. (Bild: Roger Zbinden, Zug, 26. Mai 2018)

Zwei Papageien in der Zuger Voliere. (Bild: Roger Zbinden, Zug, 26. Mai 2018)

Der Ornithologische Verein Zug soll für den Unterhalt der Volieren beim Landsgemeindeplatz sowie dem Hirschgehege weniger Geld erhalten. Dies beantragt der Stadtrat zuhanden des Parlaments. Wie im entsprechenden Bericht ausgeführt wird, liegt der Grund insbesondere bei der hohen Rückstellungssumme des Vereins. Die Bilanz weise per Ende 2018 ein Vermögen von 200000 Franken auf. «Im Grundsatz dürfen Vereine kein Vermögen aufbauen, solange sie von der Stadt Zug unterstützt werden», schreibt der Stadtrat.

Dieser fordert nun den Verein auf, die mit den Rückstellungen geplanten Projekte umzusetzen und so bis 2023 – bis zum Auslaufen der neuen Leistungsvereinbarung – flüssige Mittel abzubauen. Der Beitrag der Stadt soll nun von den bisherigen 130000 Franken auf 120000 Franken reduziert werden. Die Beteiligung an Ausbildungskosten von Lehrlingen in der Höhe von 8000 Franken soll beibehalten bleiben und neu auch für Praktikanten eingesetzt werden – das Geld wird nur ausbezahlt, wenn der Verein die entsprechende Verwendung nachweisen kann.

Bei Einheimischen und Touristen beliebt

Gleichzeitig betont der Stadtrat in seinem Bericht aber auch den Wert des Vereins und dessen Volieren und Hirschgehege. Die Stadtvolieren seien bei Einheimischen und Touristen beliebt. «Das Hirschgehege wird gerne von Spaziergängern mit Kindern und Bewohnerinnen und Bewohnern des nahen Altersheims besucht.» In den Volieren werden gesamthaft rund 150 Vögel in etwa 60 verschiedenen Arten gehalten. Zwei professionelle Tierpfleger kümmern sich um die Tiere – mit je einem Pensum von 60 Prozent. Hinzu kämen diverse Aushilfen mit einem Gesamtpensum von rund 40 Prozent.

Trotzdem sei aber nach wie vor ein «hohes Mass an Freiwilligenarbeit vom Verein erforderlich» und werde vom Verein auch erbracht. Zudem trage dieser auch das Risiko des seuchen- und umweltbedingten Ausfalls von Tieren, beziehungsweise der Wiederbeschaffung von Ersatztieren. «Mit sparsamer Betriebsführung und vielfältiger, zeitintensiver, ehrenamtlicher Tätigkeit von Mitgliedern und dem Vereinsvorstand können der vorbildliche Betrieb ebenso wie die notwendige Öffentlichkeitsarbeit trotz erheblich gestiegener Vorgaben der Tierschutzgesetzgebung jederzeit gewährleistet werden», so der Stadtrat in seinem Bericht.

Hirschgarten als Bereicherung

Der Verein betreut seit bald 130 Jahren die Volieren und das Hirschgehege in Zug. Die jüngste Umfrage zum Hirschgarten, welche die Stadtentwicklung im Juli vor Ort durchgeführt hatte, ergab, dass dieser bei den Passanten sehr beliebt ist, wie die Stadt schreibt. «Von 260 befragten Passanten am Alpenquai beantworten 216 die Frage, ob das Hirschgehege für die Stadt Zug eine Bereicherung sei, mit «ja» oder «eher ja».

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