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Joachim Eder und Bruno Pezzatti hören auf – Zuger FDP wartet erst einmal auf die anderen Parteien

Die FDP-Vertreter im Stände- und Nationalrat, Joachim Eder und Bruno Pezzatti, treten im Oktober nicht mehr zur Wahl an. Ziel der Kantonalpartei ist es, die Sitze in beiden Kammern zu verteidigen.
Harry Ziegler
Ständerat Joachim Eder (links) und Nationalrat Bruno Pezzatti treten nicht zur Wiederwahl an. (Bild: Zuger Presse/Daniel Frischherz (Zug, 14. Januar 2019))

Ständerat Joachim Eder (links) und Nationalrat Bruno Pezzatti treten nicht zur Wiederwahl an. (Bild: Zuger Presse/Daniel Frischherz (Zug, 14. Januar 2019))

Die Aufgabe, der sich der Wahlkampfleiter der kantonalen FDP, Jürg Portmann, gegenübersieht, ist keine einfache. Er muss dafür besorgt sein, dass die Zuger FDP auch nach den eidgenössischen Wahlen vom 20. Oktober einen Ständerat und einen Nationalrat nach Bern entsenden kann. Die beiden Amtsinhaber, Ständerat Joachim Eder (67, Unterägeri) und Bruno Pezzatti (67, Edlibach) werden auf Ende dieser Legislatur ihr Mandat niederlegen, wie sie am Montag, 14. Januar 2019, gemeinsam vor den Medien sagten.

Joachim Eder und Bruno Pezzatti wurden beide 2011 ins Parlament gewählt. Beide betonten gestern, dass sie, auch wenn sie ihren Rücktritt frühzeitig bekanntgeben, noch weitere elf Monate im Amt sein werden. Entsprechend werden sie die aktuellen Aufgaben «mit grosser Freude und voller Kraft» weiterführen, heisst es in der Medienmitteilung der FDP. Beide beenden per Ende der Legislatur jeweils lange politische Karrieren. Eder war 37, Pezzatti 20 Jahre in verschiedenen politischen Funktionen tätig.

Gespräche wurden schon geführt

Wer für die FDP die beiden Sitze verteidigen soll, ist noch nicht bekannt. «Es wurden jedoch bereits erste Gespräche mit möglichen Kandidatinnen und Kandidaten geführt», sagt FDP-Wahlkampfleiter Jürg Portmann. Er hält sich allerdings bezüglich möglicher Namen bedeckt. Geht es nach Bruno Pezzatti und Joachim Eder, sollen es jüngere Kräfte sein. «Das Ziel ist klar: Wir wollen beide Sitze verteidigen», erklärt Portmann.

Als FDP-Kandidat für den Ständerat immer wieder genannt wird der ehemalige Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel. Laut Wahlkampfleiter Portmann werde die FDP im Frühling ihre Kandidaten nominieren. Jeweils an separaten Versammlungen werde zuerst den Ständeratskandidaten und dann die Nationalratskandidaten portiert. Das aus dem Grund, dass allenfalls Personen, die sich für eine Ständeratskandidatur interessieren, aber nicht nominiert werden, die Möglichkeit hätten, sich für eine Nationalratskandidatur zur Verfügung zu stellen.

Ob es zu Wahlallianzen für die im Proporz durchgeführte Nationalratswahl oder zu gegenseitigen Wahlempfehlungen für die Ständeratswahl (Majorz) kommt, das sei offen, so Portmann. Man habe darüber nachgedacht. «Aber wir wollen erst einmal abwarten, wie sich die anderen Parteien verhalten.»

Bekannt ist, dass die CVP ihre beiden bisherigen Bundesparlamentarier, Ständerat Peter Hegglin und Nationalrat Gerhard Pfister, wieder ins Rennen schicken möchte. Dass SVP-Nationalrat Thomas Aeschi als Fraktionschef der SVP im Bundeshaus sich nicht zur Wiederwahl stellt, ist zwar nicht ganz auszuschliessen, aber eher unwahrscheinlich.

Die Zeit gehört nun der Familie

Die beiden Jahrgänger (1951) – «Bruno Pezzatti ist sechs Monate älter als ich», betont Eder – möchten aus unterschiedlichen Gründen ihr Mandat niederlegen. Pezzatti sagt klar, er werde altersbedingt nicht mehr kandidieren. Er sei relativ spät, mit Mitte 40 in die Politik gekommen. «Das persönliche politische Engagement interessierte und faszinierte mich. Auch heute noch», erklärt Pezzatti. «Beruf und Familie standen bei mir aber immer an erster Stelle. Nicht nur als Kantonsrat, sondern auch als Nationalrat war ich ein überzeugter Milizparlamentarier.»

Joachim Eder hätte nach eigener Aussage zwar noch den notwendigen Elan für eine weitere Amtszeit, dennoch sei Ende 2019 der richtige Zeitpunkt einer jüngeren Person Platz zu machen. «Die Überzeugung, dass es Ende November 2019 Zeit ist, eine wohl letzte, entscheidende Zäsur in meinem Leben zu machen, fiel endgültig zwischen Weihnachten und Neujahr, und zwar im Kreise meiner immer grösser werdenden Familie mit inzwischen sechs Enkeln. Ich will die restliche Lebenszeit noch mit ihr verbringen», führt Eder aus.

Beide werden sich nun die letzten elf Monate im Amt weiter wie bisher für den Kanton Zug und seine Bevölkerung einsetzen, wie sie betonen. So möchte Bruno Pezzatti dem NFA-Kompromiss der Konferenz der Kantonsregierungen in der Finanzkommission des Nationalrats zum Durchbruch verhelfen. Wichtig sei auch die aufgegleiste AHV-Reform, die er grösstenteils unterstütze. Auch Joachim Eder wird die Arbeit nicht ausgehen. Er wird noch stark in die Kommissionsarbeit involviert sein.

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