Zuger Stierenmarkt 2020 wird nicht durchgeführt

Vor dem Hintergrund der Coronabedingten Unsicherheit haben die Verantwortlichen von Braunvieh Schweiz in den vergangenen Wochen verschiedene Szenarien und Alternativen geprüft. Sie sind zum Schluss gekommen, die Veranstaltung abzusagen.

Drucken
Teilen
Ein Bild, dass es in diesem Jahr nicht geben wird: der Zuger Stierenmarkt im September 2019.

Ein Bild, dass es in diesem Jahr nicht geben wird: der Zuger Stierenmarkt im September 2019.

Bild: Jan Pegoraro (Zug, 3. September 2019)

(cro) Der Zuger Stierenmarkt bildet jedes Jahr den Auftakt für die Herbstmärkte beim Braunvieh. Er ist eine attraktive Plattform für den Handel, heisst es in einer Medienmitteilung von Braunvieh Schweiz. Dazu kommt ein attraktives Rahmenprogramm inklusive Festwirtschaft und Unterhaltung, welches jährlich 10000 bis 12000 Besucher geniessen. Für die Zuger Bevölkerung und viele Braunviehzüchter ist der Stierenmarkt deshalb ein absolutes Muss. Stadt und Land trifft sich am Stieremärt.

Die Entwicklungen rund um das Coronavirus stellte die Verbandsleitung von Braunvieh Schweiz nun vor die Frage, ob eine Durchführung des Stierenmarkts am 9. und 10. September verantwortet werden kann. Nähe und Austausch zwischen Ausstellern und Besuchern gehören untrennbar zum Stieremärt. Die Coronabedingten Massnahmen verunmöglichen die Durchführung einer solchen Veranstaltung im gewohnten Rahmen.

Die Umsetzung einer Veranstaltung in dieser Grössenordnung braucht ausserdem eine planerische und organisatorische Vorbereitungszeit. Das gilt nicht nur für uns als Veranstalter, sondern auch für die Aussteller, die Unterhaltung sowie die Festwirtschaft inklusive Kaffeestube, Bar und Imbiss-Stände. Zudem braucht es einen zeitlichen Vorlauf, damit Aufträge rechtzeitig erteilt und Vorbereitungen getroffen werden können.

Ausschlaggebend für die definitive Absage sei die heutige Einschätzung, dass die Durchführung des Stierenmarktes mit dem vorgeschriebenen Schutzkonzept (Distanz einhalten oder Maskenpflicht oder Kontaktdaten aufnehmen in Sektoren von maximal 300 Personen) nicht realistisch sei, heisst es weiter. Die anderen Gründe, wie Kosten, Imageschaden bei Eintrittsbeschränkungen oder eine allfällige zweiwöchige Quarantäne für die gesamte Belegschaft von Braunvieh Schweiz im Falle eines positiven Corona-Tests seien natürlich ebenfalls wichtig. Der Schritt werde ausserordentlich bedauert. Man freue sich aber schon auf einen gelungenen Stierenmarkt im Jahr 2021, lassen die Organisatoren zudem wissen.

Mehr zum Thema